Point Whitmark (33) – Das Schloss des Blutmalers

Titel: Point Whitmark (33) – Das Schloss des Blutmalers / Verlag: Sony / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Jürg Löw, Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Sonja Deutsch u.a.

Inhalt: Im Zuge einer Reportage über walisische Architektur werden Jay, Tom und Derek von einem Unwetter überrascht und gezwungen, die Nacht auf Glamorgan Castle zu verbringen. Ist es nur ein Gerücht, oder hat sich der Burgherr wirklich innerhalb des verlassenen Gemäuers begraben lassen? Es heißt, die Gemälde in den düsteren Korridoren wurden mit echtem Blut gemalt. Die Jungen stoßen das Tor zu einem lange vergessenen Geheimnis auf. Als körperlose Schreie durch die einsamen Flure hallen, gibt es für sie kein Entrinnen.


Diese Folge ist ein schöner Beweis dafür, dass Szenerie, Atmosphäre und der Fall an sich noch so gut und gelungen sein können, aber wenn der Ablauf so konfus ist, dass man schon nach wenigen Minuten nicht mehr durchsteigt, dann rettet das alles auch nicht mehr sehr viel. Der Schauplatz mit dem Schloss hat mir gefallen, die düstere, unheimliche und bedrückende Atmosphäre dort auch, und auch die Elemente walisischen Vorlksglaubens sind gut eingeflochten. Das Problem für mich ist einzig, dass Jay, Tom und Derek immer mal wieder getrennt werden und jeder fü sich seine Entdeckungen macht. Die mögen zwar zusammenhängen, aber mir war das einfach zu verwirrend um da den Überblick behalten zu können. Die Auflösung kommt dann ganz schlüssig daher. Nur wäre ich rein aus den Ereignissen und Entdeckungen geschlossen, da niemals drauf gekommen.

Eine wie gewohnt gute Sprecherriege bringt diese Geschichte zu Gehör. Wobei ich mich bei Hannelore Minkus als Adwen Cadoc zunächst gar nicht sicher war, ob da wirklich eine SprecherIN am Werke ist. Claus Dieter Clausnitzer, Heike Paul und Herr Steiner (?) übernehmen die Parts der verschrobenen Dorfbewohner und können darin mit markanten Stimmen überzeugen. Ohne solch etwas schräge Charaktere kommt eben keine Folge der Reihe aus. Bert Franzke fällt die Rolle des Maddox Jones zu, der diese Figur respekteinflößend grummelig klingen lässt.

Musik und Geräusche tragen maßgeblich dazu bei, für die nötige unheimliche Atmosphäre zu sorgen. Leise düstere Stücke aus dem Hintergrund, die an einen Horrorfilm erinnern, zu Schreckmomenten auch mal lautere Klänge, der Mix kann sich hören lassen. Dann und wann mischen auch mal Melodien mit, den dem walisischen Aspekt der Story gerecht werden. Die Geräusche sind vom Feinsten und für manche Gänsehaut gut.

Das Schloss auf dem Cover wirkt angemessen düster und bedrohlich. So passt es gut zur Geschichte. Und mit den kräftigen Farben reiht es sich prima in die Serie ein.

Fazit:  Tolle Szenerie, gruseliges Flair, ein interessanter Fall, aber eben leider auch ein konfuser Verlauf, bei dem ich im Nu den Überblick verloren habe.

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