Die Elfen (01) – Der Untergang von Vahan Calyd

Titel: Die Elfen (01) – Der Untergang von Vahan Calyd / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca.75 min / Sprecher: Hasso Zorn, Andreas von der Meden, Cathlen Gawlich, Martin Sabel, Tim Kreuer, Helmut Zierl u.a.

Inhalt: Elfen, Kobolde, Feen – die Völker von Albenmark sind in Vahan Calyd zusammengekommen, um die Elfenkönigin Emerelle als Herrscherin über Albenmark zu bestätigen. Doch das Fest wird jäh unterbrochen: Die Trolle sind aus der Verbannung zurückgekehrt und legen die Stadt in Schutt und Asche!
Emerelle befindet sich auf der Flucht – in der Begleitung ihres Schwertmeisters Ollowain, der ahnt, dass es einen Verräter unter den Elfen geben muss und dass diese Nacht über das Schicksal von ganz Albenmark entscheidet …


Ich glaube, noch nie ist es mir so schwer gefallen, eine Einschätzung eines Hörspiels abzugeben wie bei diesem. Warum? Weil ich Elfen, Trolle und Konsorten seit „Herr der Ringe“ so leid bin wie Schmierseife. Ich bin schon bedient, wenn ich nur die Namen höre, bei denen ich im Nu den Überblick verliere. So geschehen auch bei „Der Untergang von Vahan Calyd“. Ich denke aber, wer Bernhard Hennens „Elfen“ mag und / oder generell Fan dieser Art Fantasy ist, der wird mit diesem Hörspiel voll auf seine Kosten kommen. Denn für diese Fangemeinde sind Elfen und Trolle sicher faszinierende Wesen, und da werden Hennens Elfen und Trolle keine Ausnahme bilden. Und was erwartet man, wenn diese beiden Wesenheiten aufeinander treffen? Genau! Feindschaft, Intrigen, umkämpfte Könige der Königinnen und Krieg, und vor allem Letzterer wird hier mit viel Getöse imposant in Szene gesetzt. Damit ist der Grundstein für die Reihe gelegt und man darf gespannt sein, was sich aus diesem Scharmützel der beiden Vöker noch entwickelt. Gespickt wird das Ganz dann noch durch einen gewissen Witz, der mich wenigstens etwas bei Laune gehalten hat. Wobei ich allerdings schon finde, wenn man sich so altmodisch in der dritten Person anspricht, dann passen die sehr aktuelle Kraftausdrücke einfach nicht dazu. Aber den Vorwurf kann man allenfalls Bernhard Hennen machen.

So beeindruckend das Kampfgeschehen aus den Lautsprechern dringt, so beeindruckend liest sich auch der Sprechercast. Somit macht es jetzt wenig Sinn, da spezielle Sprecher besonders hervorzuheben, denn hier sind von A bis Z Könner am Werke. Bernd Rumpf, Andreas von der Meden, Cathlen Gawlich, Celine Fontanges und Hasso Zorn um nur einige zu nennen. Die Trolle grummeln trollmäßig,  die Elfen legen dagegen einen klaren, licht hochmütigen Ton an den Tag, das passt so.

Wie schon erwähnt fällen Untermalung und Geräuschkulisse wuchtig und umfassend aus. Da krachen einem die Kampfszenen förmlich um die Ohren und die Musik würde so auch in einen Fantasy-Film passen. Stark, da gibt es gar nichts.

Mit der Elfenkönigin und im Hintergrund das Schloss hat man ein sehr schönes und stimmungsvolles Covermotiv gewählt. Ohne viel Brimborium und fantasytypischer wie es kaum geht. Im Booklet findet sich neben der Sprecherliste noch eine kurze Erläuterung von Bernhard Hennen über den Teil des Elfen-Universums, mit dem sich diese Hörspielreihe befasst.

Fazit: Für Fans von Bernhard Hennens Elfen-Saga und Elfen-Troll-Begeisterte allgemein eine einwandfreie Empfehlung. Was Sprecher, Soundtrack und Untermalung angeht einfach eine runde Sache, die in Hörspielform beeindrucken kann.

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