Die Märchen der Gebrüder Grimm – Die Bremer Stadtmusikanten / Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen

Titel: Die Märchen der Gebrüder Grimm – Die Bremer Stadtmusikanten / Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen / Verlag: Raute Media / Spielzeit: ca. 47 min / Sprecher: Konrad Halver, Katja Brügger, Günter Merlau u.a.

Zum Jubiläumsjahr der Gebrüder Grimm sind die Märchen mit bekannten Stimmen, märchenhafter Musik und spannender Geräuschkulisse neu vertont worden. Erinnerungen an die eigene Kindheit und Träume, die die Märchen beim Zuhören wecken, machen sie bei Jung und Alt beliebt. Die Märchen und Sagen der Gebrüder Grimm entführen uns in zauberhafte Welten.


Dies ist die erste Folge aus der Reihe, die mir nicht ganz so gut gefallen hat. Wobei ich „Die Bremer Stadtmusikanten“ schon mag. Sobald Tiere im Mittelpunkt stehen, hat eine Geschichte bei mir schon gut gewonnen. Man hat schnell Mitleid mit den armen Tieren, die den Menschen und ihren Greueltaten entfliehen wollen. Und später sind ihr Gesang und wie sie damit die Räuber in die Flucht schlagen, auch ganz lustig. Mich würde aber mal interessieren, wieso sie ausgerechnet nach Bremen wollen. War die Stadt zu Zeiten der Gebrüder Grimm so etwas Besonderes? Und wenn ja, wieso? „Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“ hat mir diese CD dann aber doch sehr verleidet. Diese Jagd nach „Fürchterlichem“ langweilt schnell. Außerdem frage ich mich, wieso er denn unbedingt das Fürchten lernen will. Natürlich ist Furcht ein wichtiges Gefühl, aber diese Versessenheit darauf geht mir doch zu weit. Nach so und so vielen Prüfungen, die er unerschrocken gemeistert hat, hat es mich dann auch nicht mehr sonderlich interessiert, ob ihn schlussendlich doch irgendwas das Fürchten lehrt.

Bei beiden Märchen ist als Erzähler Konrad Halver zu hören, der zwar ruhig erzählt, aber durchaus auch die Stimmungen der Szenen aufgreift. Martin Wolf ist als der unerschrockene Bursche zu hören und er schafft es gerade so, nicht so hochmütig zu klingen, dass es unsympathisch wirkt. In weiteren Rollen sind beispielsweise Günter Merlau, Katja Brügger und Klaus Dittmann zu hören. Es gibt dabei auch einige Doppelbesetzungen, was aber nicht negativ auffällt.

Zahlreiche recht klassische Melodien begleiten die beiden Märchen und stehen ihnen so sehr gut. Das „Lied“ der Bremer Stadtmusikanten dürfte den Sprechern Spass gemacht haben. Ich habe dabei jedenfalls grinsen müssen. Für sensible Ohren ist es aber eher nicht geeignet.

Das Cover zeigt die zentrale Szene aus „Die Bremer Stadtmusikanten“ mit niedlich geratenen Tieren und verblüffend stattlichen und gut gekleideten Räubern. Mir gefällt der einfache Stil der Covermotive immer wieder sehr gut.

Fazit: Die „Stadtmusikanten“ haben mir gefallen. Das Märchen ist kurzweilig und auch ganz lustig. Dagegen hat mich der furchtlose Bursche schnell gelangweilt und die gute halbe Stunde schien einfach nicht vergehen zu wollen.

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