Ruht das Licht (Maggie Stiefvater, Annina Braunmiller, Max Felder, Gabrielle Pietermann, Johannes Raspe)

Titel: Ruht das Licht / Verlag: DAV / Spielzeit: ca. 377 min, 6 CDs / Buch: Maggie Stiefvater / gelesen von: Annina Braunmiller, Max Felder, Gabrielle Pietermann, Johannes Raspe

Inhalt: Grace und Sam haben endlich zueinander gefunden, doch ihre Liebe steht unter einem schlechten Stern. Sam, für Grace zum Menschen geworden, muss mit ansehen, wie der Wolf in ihr immer stärker wird. Graces Verwandlung zum Werwolf scheint unabwendbar. Cole, der Neue im Wolfsrudel, stellt Sam vor ein weiteres Problem. Durch seine Rücksichtslosigkeit gefährdet er das Rudel und dessen Geheimnis.


Nachdem mir „Nach dem Sommer“ ausgesprochen gut gefallen hat, muss ich leider sagen, dass mich diese Fortsetzung sehr enttäuscht hat. Und das liegt nicht daran, dass ich der Romantasy überdrüssig bin. Ich hätte mir im Gegenteil sogar gewünscht, dass es wieder romantisch zugeht, doch davon ist kaum etwas zu spüren. Wo sollte es auch herkommen, denn Sam und Grace haben sich ja bereits. Der Reiz von „kriegen sie sich – kriegen sie sich nicht“ ist damit dahin. Was ebenfalls dahin ist, ist jegliche Form von Tempo. Ja, Grace Leiden, Sams Zwiespalt wegen seine Herkunft und seinem neuen Leben als Mensch, und Cole, der Rebell unter den neuen Wölfen…das sind im Ansatz interessante Elemente. Aber auch nicht mehr, wenn sie allesamt nicht in die Pötte kommen. Am ehesten hat mich noch Cole bei Laune gehalten, da mit ihm ein wirklich interessanter und ungewöhnlicher Charakter mitmischt, und so einen kleinen Rebellen kann doch an sich jede Geschichte gebrauchen, oder? Wenigstens die letzten paar Kapitel fahren noch etwas Spannung auf, worauf ich auch sehr gehofft hatte, nachdem ich mich bis dahin wirklich ziemlich durch die Story gequält hatte. Allerdings verheißt das Ende auch noch mindestens einen dritten Teil. Da hoffe ich jetzt einfach mal, dass der wieder schwungvoller und interessanter daher kommt. Eben so wie „Nach dem Sommer“. Wobei zu befürchten ist, dass man genau diesen Part noch mal zu hören bekommt…nur mit umgekehrten Rollen.

Vier Hauptcharaktere, vier Sprecher, und zumindest hier geht nichts in die Binsen. Mit Annina Braunmiller und Max Felder (wer es noch nicht weiß: die Stimmen von Bella und Jacob), und Gabrielle Pietermann und Johannes Raspe (womit nun auch Edward mitmischt) sind Könner am Werk. Sie bringen ihre Charaktere glaubhaft rüber und verstehen es, die Gefühlswelt der vier Jugendlichen deutlich zu machen. Das passt natürlich sehr gut, zumal man der Story einen guten Kitsch-Faktor nicht absprechen kann.

Beim Covermotiv und auch bei der übrigen Aufmachung der Box ist man dem hellen Stil mit dem filigranen Muster und den Schattenriss-Figuren treu geblieben. Mir gefällt das so, wobei ich von der Liebe beim Hören wenig mitbekommen habe, die das Herz wohl symbolisieren soll.

Fazit: Die einzige Würze der Geschichte ist Cole, und das ist bei sechs CDs ganz schlicht zu wenig. Die Story zieht sich trotz guter Ansätze unsäglich.

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