Die drei ??? (149) – Der namenlose Gegner

Titel: Die drei ??? (149) – Der namenlose Gegner/ Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczek, Luise Lunow u.a.

Inhalt: In dem sonst so idyllischen Ort Seven Pines droht ein Nachbarschaftskrieg auszubrechen. Die aufgebrachten Anwohner bitten die drei ??? um Hilfe. Doch Bob wird bei einer nächtlichen Beschattungsaktion verletzt und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, weiß er nicht mehr, wer er ist! Das nutzt ein alter Feind der drei ??? gnadenlos aus. Während der dritte Detektiv nun auf unerwartete Abwege gerät, bekommen Justus und Peter es mit einem gefährlichen Gegner zu tun. Schnell wird aus einem scheinbar harmlosen Routinefall eine harte Probe für das berühmte Trio aus Rocky Beach – womöglich die härteste, die es für sie gegeben hat…


Ich habe die Folge nun viermal gehört um sicher zu gehen, dass mir nichts entgangen ist. Aber jedes Mal hat sich mir bei Track 6 die Frage gestellt, wann denn nun der Fall dieser Folge endlich mal seinen Anfang nehmen würde. Denn insgesamt wirkt die Handlung auf mich schlicht zusammengewürfelt und zusammenhanglos. Der Zusammenhang, der sich später dann für Justus so leicht erschließt, den hätte ich so nicht entdeckt, zugegeben. Da rettet auch der durchaus reizvolle Part mit Bob nichts, der in dieser Folge gründlich sein Gedächtnis verliert, und sich in diesem Zustand sogar mit Erzrivale Skinny Norris anfreundet. Sicher, das klingt schon sehr strange, mehr aber eben auch nicht. Zudem gab es Bob vor Äonen an Folgen bereits mal mit Gedächtnisverlust. Hinzu kommt noch -und das hat mich am heftigsten den Kopf schütteln lassen-, dass ein entführter Leguan vs. einem entführten Bonsai-Baum nicht die Liga an Rätsel sind, die ich mit den drei Jungs aus Rocky Beach eigentlich verbinde. Natürlich, dahinter verbirgt sich noch etwas Größeres, aber es klingt schon sehr befremdlich, wenn jemand ein „Fahndungsfoto“ eines Baumes herumreicht. Ich habe nicht mal darüber schmunzeln können. Dabei ist es ja eigentlich ein ziemlicher Witz…

Hisichtlich der Sprecher hat die Folge teilweise ein kleines Altersproblem. Nehmen wir zunächst mal Bobs Eltern, gesprochen von Henry König und Konstanze Ullmer. Henry König klingt nur unwesentlich älter als sein Sohnemann, und Konstanze Ullmer deutlich jünger. Und auch in den kleineren Rollen wie beispielsweise bei Tim Kreuer alias Paul passt die Stimme nicht zum Alter. Ich jedenfalls habe mir Paul älter vorgestellt als er klingt. Es gibt aber auch Gutes zu berichten. So hat mir Luise Lunows Auftritt prima gefallen. Ihre Stimme lässt gleich nostalgisches Flair aufkommen. Und auch die drei Hauptsprecher liefern wieder eine überzeugende Leistung ab, wobei sich speziell Andreas Fröhlich hier in den Vordergrund spielen kann und das auch hörbar auskostet und dabei beweist, was er drauf hat.

 Die Musikkulisse erschien mir bei dieser Folge ziemlich mutig zusammengemischt. Da sind Stücke dabei, die sich gut einfügen und für Flair sorgen, es sind aber auch welche zu hören, die in einer ???-Geschichte irgendwie exotisch wirken, und das nicht unbedingt im positiven Sinne. Unbedingt erwähnenswert ist aber der Einsatz des Stückes „In the middle f the night“, das bereits in manchem Europa-Hörspiel Verwendung fand und mit den ersten Klängen 80er-Stimmung aufkommen lässt.

Das Covermotiv wirkt unangemessen düster (an der Story ist nun mal nichts wirklich geheimnisvoll und / oder unheimlich) und mit dem Zaun und den Gebäuden wird der Schauplatz der Geschichte gut vorstellbar. Eine Aussage über die Story kann ich hier allerdings nicht finden.

Fazit: Es tut mir ja sehr leid, aber das ist in meinen Augen eine der hanebüchensten Geschichten der Reihe ever.

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