Sherlock Holmes (01) – Im Schatten des Rippers

Titel: Sherlock Holmes (01) – Im Schatten des Rippers / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 84 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Christian Stark, Detlef Bierstedt, Eva Michaelis u.a.

Inhalt: London, Herbst 1888: Die Stadt hält den Atem an. Im East-End werden in kurzen Abständen auf brutalste Weise Prostituierte ermordet. Ein sehr persönliches Motiv lässt Sherlock Holmes die Ermittlungen aufnehmen. Wird er die grauenhafte Mordserie stoppen können?


Obwohl ich an sich nicht gerade Fan von Holmes-Hörspielen bin, hatte ich mich auf Titanias Umsetzung gefreut. Erstens weil die anderen Titania-Reihen beweisen, dass etwas wirklich Schlechtes aus der Ecke nicht zu befürchten ist. Zweitens weil ich bei diesem Titel auf eine ebenso spannende wie auch schauerliche Geschichte hoffen lies. Nun, schlecht klingt tatsächlich anders. Mit dem Thema „Jack the Ripper“ ist zwar keine Neuheit erschaffen worden, aber der Mythos ist für mich doch noch interessant genug. Zusätzliche Würze steuert der Verdacht ausgerechnet gegen Doktor Watson bei. Gefallen hat es mir auch, dass Holmes hier richtig in Aktion tritt, statt wie sonst so oft vom Sessel in der Baker Street zu ermitteln. Gut geht aber eben auch anders, denn es gibt schon Punkte, die mir diese Episode auch etwas verleidet haben. Zum einen zieht die Story sich durch viel Rederei unheimlich hin, statt dass wirklich etwas passiert. Und das ist keine Täuschung, wie die Spielzeit von satten 84 Minuten beweist. Das hätte gerne kürzer sein dürfen. Damit wäre auch mehr Schwung in die Story gekommen und die Spannung häte ein Schippchen draufgelegt. Zum anderen, als ich erwarte von einem Krimi doch ein ziemlich anderes Ende als es hier geboten wird. Da war ich richtig baff.

An den Sprechern gibt es soweit nichts auszusetzen. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt geben ein unterhaltsames und sympathisches Ermittler-Duo, dem ich -im Gegensatz zu manch anderem Holmes-Sprecher-Duo- gerne gelauscht habe. Mit Regina Lemnitz ist eine meiner Lieblingssprecherinnen zu hören, die hier die herzliche, aber auch energische Mrs. Hudson spricht. Weiter Sprecher sind uA Christian Stark, Schaukje Könnig und Eva Michaelis.

Auch die Untermlaung weiß zu gefallen, wobei ich sie mir doch etwas krimimäßiger gewünscht hätte. Hals geheimnisvolle, vielleicht etwas düstere Stücke, doch die sucht man hier trotz des brutalen Mörders vergebens. Schade eigentlich. Immerhin klingt es altmodisch aus den Lautsprechern, was der Story ganz gut steht, zumal sie ja im vorvorletzten Jahrhundert spielt.

Bei Titania scheint man Covermotive mit Rahmen zu mögen. Auch wenn der hier nicht gestaltet ist, mir gefällt das Motiv eigentlich ganz gut. Im Gegensatz zur Geschichte wirkt es angemessen finster und geheimnisvoll.

Fazit:   Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Vor allem darf die nächste Folge deutlich kürzer daher kommen. Ich denke, etwas mehr Tempo schadet auch einer Holmes-Reihe nicht.

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