Mindnapping (05) – Witchboard

Titel: Mindnapping (05) – Witchboard / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Merete Brettschneider, Mia Diekow, Daniel Welbat, Wolf Frass, Leonhard Mahlich u.a.

Inhalt: Coraline, ihre neue Liebe Ron, ein College-Baseball-Spieler, Eugene, ihr bester Freund und die anstrengende Ashley fahren gemeinsam Richtung Florida, um dort ihre Semesterferien zu verbringen. Doch mitten im Great Smoky Mountains Nationalpark streikt plötzlich der Wagen. Die vier Studenten sind gezwungen, in einem einsam gelegenen Haus zu übernachten. Als Coraline bei einer Seance Botschaften aus dem Jenseits empfängt, die vor Ron warnen, wandelt sich die Nacht in den Bergen zu einer mörderischen Odyssee.


Das ist ja nun schon wieder mal eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Eine Gruppe junger Leute auf Achse, dann streikt der Wagen, eine verlassene Hütte mit grausiger Geschichte als einzige Unterkunft für die Nacht… Ich mag solche Storys ganz einfach, sie bereiten mir viel eher eine Gänsehaut als mancher neumodischer Grusel. Entsprechend hatte „Witchboard“ bei mir auch flott einen Stein im Brett. Speziell gefallen hat es mir, dass es hier nicht sofort zur Sache geht, sondern dass man sich Zeit nimmt, die Charaktere vorzustellen, herauszuarbeiten, welche Persönlichkeiten man hier vor sich hat. Dabei muss man anfangs ein wenig Teenie-Gequatsche und auch mal Zickereien in Kauf nehmen. Aber dabei macht man sich ja bereits ein Bild von den Personen, so dass man später zumindest meint, einschätzen zu können, wer da ein falsches Spiel treibt. Und darüber wird man bei dieser Folge sehr lange im Unklaren gelassen. Diese Gemeinheit leistet sich „Witchboard“ bis beinahe zum Ende. Dank der Seance und Coralines Vergangenheit ist man irgendwann sogar geneigt an Geister zu glauben, was noch mal eine weitere Möglichkeit ins Spiel bringt. Nun ja, und für kaltblütige Killer mit scharfen Messern habe ich ja eh ein Faible 😉

Na, wen haben wir denn da? Zwei Drittel der „Drei !!!“, nämlich Merete Brettschneider und Mia Diekow. Merete Brettschneider kannte ich mit so einem zickigen Ton und solch hochmütiger Art bisher gar nicht, aber das kann sie als Ashley wirklich prima.  Mia Diekow hat mir mit ruhiger Stimme, in der in einigen Situationen eine gewisse Unsicherheit mitschwingt, dagegen eher das Bild einer netten Cora vermittelt, die oft nicht weiß, woran sie eigentlich ist. Die beiden Jungs im Quartett werden von Leonhard Mahlich und Daniel Welbat gesprochen. Der eine bedächtig, fast ein wenig langweilig, der andere dagegen ein Draufgänger, was man seiner Stimme auch deutlich anhört.

Musikalisch setzt man bei dieser Folge auf Stücke, die auch einem Gruselfilm gut stehen würden. Schön lauernd und so der Spannung ausgesprochen förderlich…und auch der Gänsehaut. Zusammen mit den Geräuschen ergibt sich auch in diesem Bereich ein rundum positiver Eindruck.

Zum Gläserrücken gehört logischerweise ein Glas, und genau das steht beim Covermotiv im Mittekpunkt. Schön das Abbild davon hinter dem Glas, so dass es aussieht als hätte es sich gerade von alleine zum „Goodbye“ geschoben.

Fazit:  „Witchboard“ hat zwar meinen Favoriten „Der Trip“ nicht vom Thron gestoßen, aber sich direkt dahinter in die Rangfolge geschoben. Spannend und schön gruselig, und das mit Elementen bei denen mancher Grusel-/Horror-Fan von Heute gähnend abwinken würde. Es muss eben nicht jedes Mal eine Nummer härter gehen um zu wirken.

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