Sherlock Holmes (02) – Spuk im Pfarrhaus

Titel: Sherlock Holmes (02) – Spuk im Pfarrhaus / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 76 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Lutz Riedel, Schaukje König u.a.

Inhalt: Reverend Bull sucht die Hilfe des bekannten Detektivs Sherlock Holmes und seines Freundes Dr. Watson. Sein Anwesen, das ehemals ein Kloster beherbergt hat, wird von einer geisterhaften Nonne heimgesucht. Nicht nur, dass die Töchter des Gottesmannes die Gestalt fürchten, sein Ansehen in der Gemeinde droht zu schwinden. Doch anfangs tappt der Meisterdetektiv im Dunkeln…


Wie bereits bei Folge 1 erwähnt, hatte ich mir von dieser neuen Holmes-Reihe Geschichten versprochen, die auch mit einem gewissen Gruselfaktor aufwarten. Dieser Titel hier schürte die Hoffnung zusätzlich und zumindest der Anfang bietet eine Szene mit altmodischer Schauerlichkeit. Danach allerdings bekommt man eine Geschichte zu hören, deren größtes Problem ganz einfach die Spielzeit von über 76  Minuten ist. Die wird weder besonders spannend, noch besonders unterhaltsam gefüllt. Stattdessen plätschert die Geschichte so dahin und lädt so nicht gerade dazu ein, Holmes und Watsons Ermittlungen zu zu verfolgen, und schon gar nicht, selbst Vermutungen anzustellen. Das einzige, was ich der Folge zu Gute halte ist, dass es wenigstens einen richtigen Schluss, eine Auflösung gibt. Da hat sie Folge 1 etwas voraus. Und auf diesen letzten Minuten kommt sogar ein Hauch Dramatik auf.

Den Sprechern darf man keinen Vorwurf machen, denn hier ist alles im grünen Bereich. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt geben ein Detektiv-Duo ab, das gut miteinander harmoniert und keinen solch verstaubten Eindruck macht wie andere Holmes- und Watson-Sprecher. Lutz Riedel leiht dem vom Spuk gepeinigten Reverend seine Stimme und schafft es, die Würde seines Amtes hineinzulegen. Die meisten übrigen Sprecher übernehmen die Rollen der Kinderschar des Reverends. Darunter sind beispielsweise Sarah Riedel, Tobias Nath und Tanya Kahana, die mir mit ihrer klaren, ruhigen Stimme besonders gefallen hat.

Die Untermalung geht soweit in Ordnung, auch wenn ich sie mir etwas unheimlicher, düsterer gewünscht hätte. Bei einem Titel wie „Spuk im Pfarrhaus“, da darf man das auch wohl erwarten. Es bleibt aber bei ruhigen, unspekatkulären Stücken, die allenfalls das Altmodische der Geschichte verdeutlichen.

Auch wenn ich mich wiederhole: selbst das Cover rechtfertigt es, sich auf eine leicht gruselige Geschichte freuen zu dürfen. Das unheimlich, dunkle Haus, die Gestalt der Nonne im Vordergrund, das hat schon was. Schade nur, dass die Geschichte dieses Flair nicht aufgreift.

Fazit:  Genausowenig der große Wurf wie Folge 1. Auch wenn es Sherlock Holmes ist, etwas mehr Schwung dürfte schon sein. Und am einfachsten wäre das wohl zu erreichen, wenn man die Spielzeit einkürzen würde. Vielleicht ja bei den nächsten Folgen.

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