Die Wanze – Ein Insektenkrimi (Paul Shipton / Peter Kaempfe)

Titel: Die Wanze – Ein Insektenkrimi / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 154 min / gelesen von: Peter Kaempfe / Buch: Paul Shipton

Inhalt: Wanze Muldoon ist ein Käfer und von Beruf Privatdetektiv. Aus Langeweile nimmt er den eher uninteressanten Fall an: Ein Ohrenkneifer ist spurlos verschwunden. Muldoon kann den Fall lösen. Und stößt bei seinen Nachforschungen auf jede Menge Ungereimtheiten. Erst als ihm jemand steckt, dass es geheime Verbindungen zwischen den Ameisen und den Wespen gibt, weiß Wanze Muldoon, dass dem Garten und seinen Insekten große Gefahr droht.


Ich habe schon mehrere Tierkrimis gelesen und gehört, aber ein Insektenkrimi war bislang noch nicht dabei. Wieso also nicht? Und was mit anderen Tieren so gut funktioniert, das klappt auch mit den Krabbeltierchen auf der Wiese. Wanze Muldoon (eigentlich ein Käfer) arbeitet als Privatdetektiv und ist genau so wie man sich so einen vorstellt. Cool, ein kleines Rauhbein, clever und ständig nahe an der Pleite. Deshalb nimmt er sich auch des unspektakulären Falles an, einen verschwundenen Ohrenkneifer wiederzufinden. Doch kaum auf der Suche muss Wanze Muldoon erkennen, dass dahinter doch mehr zu stecken scheint. Und so begegnet er so manchen kriminellen Aktivitäten, von denen man nie gedacht hätte, dass sie sich auch zwischen Grashalmen abspielen. Das sorgt für Spannung, die einen schon kurz nach Beginn nicht mehr loslässt.  Dafür dass die Geschichte für Kinder ist, geht es hier ganz gut zur Sache, Gewalt ist keine Seltenheit. Glücklicherweise ist die Geschichte aber auch ausgesprochen witzig. Nicht nur wegen der skurrilen Charaktere wie einer zuckersüchtigen Fliege und einer Grashüpfer-Reporterin, sondern auch Dank Muldoons trockenem Humor und seinen treffenden Bemerkungen, wenn er sich über seine Mit-Insekten auslässt. Das gleicht diese „Härte“ ganz gut aus, und mal ehrlich: im TV bekommen die jungen Hörer ganz anderes zu sehen.

Peter Kaempfe ist mir hier als Hörbuchsprecher zum ersten Mal zu Ohren bekommen. Er trifft genau den richtigen Ton für den leicht abgewrackten Detektiven Muldoon. Rauchig, abgeklärt, trocken und einfach nur cool. Wäre Muldoon kein Käfer könnte man sich dabei vorstellen, wie er den Kragen seines Trenchcoats hochklappt, den Hut tief ins Gesicht zieht und eine Zigarre im Mundwinkel hat.

Die Geschichte wird von schönen Musikstücken begleitet, die Krimiflair aufkommen lassen, ihr aber auch eine gewisse Leichtigkeit verleihen. Da spürt man dann schon, dass sich dieser Wiesenkrimi an jüngere Hörer richtete. Kindisch klingt es dabei aber nicht, bitte nicht falsch verstehen.

Das Covermotiv zeigt Mudoon bei der Arbeit und unter Beobachtung der bösen Wespen. Der gemalte Stil gefällt mir gut und auch die Tiere sind -trotzdem sie Insekten sind- ganz niedlich geraten.

Fazit:   Ein schöner, spannender Tierkrimi, der nicht nur Kindern Spass machen wird. Auch ältere Tierkrimi-Fans, die es mal mit Insekten versuchen möchten, können hier unbesorgt die Fühler ausstrecken!

1 Comment

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  1. wir haben dieses buch einmal gelesen und ich fand es sehr langweilig,aber dieses buch ist sehr gut beschrieben ich fine es eher so naja auf jedenfall kenne ich viel interessantere bücher so wie tom gates klasse:6B

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