Gruselkabinett (59) – Das violette Automobil

Titel: Gruselkabinett (59) – Das violette Automobil / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Solveig Duda, Eckart Dux, Roland Hemmo, Monika Barth ua

Inhalt: Georgia Kane, eine freischaffend tätige Krankenschwester, verlässt das neblige London, um die Betreuung eines Kranken in den Downs an der Steilküste zu übernehmen. In einem einsam gelegenen Farmhaus ihrer Auftraggeber findet sie eine angespannte Atmosphäre vor, die durch merkwürdige Heimlichkeiten geprägt ist.


Nun ja, so schnell wird man verwöhnt. Nachdem mir ja die vorige Folge wirklich gut gefallen hat, bin ich scheinbar mit gleichen Erwartungen an „Das violette Automobil“ herangegangen. Nur um hier erneut eine schlichte Schauergeschichte zu hören zu bekommen. Wobei ich anfangs noch frohen Mutes war, denn der Schauplatz erschien mir sehr geeignet, den beiden Herrschaften hätte ich ohne Weiteres so einiges zugetraut und ihr Heim hätte durchaus eine schöne Kulisse für Grusel geboten. Aber auch wenn über der Geschichte schon eine leicht bedrohliche und unheimliche Atmosphäre liegt, so kann von echtem Grusel nicht unbedingt die Rede sein. Noch nicht einmal beim Finale. Stimmungsvoll, ja, aber unheimlich eben nicht. Eher etwas traurig und bedrückend. Und bis das Thema mal endlich auf das Titel gebende Automobil kommt, da sind drei Viertel der Folge schon herum.

In den Rollen von Marian Eldridge und Robert Eldridge sind Doris Gallert und Eckart Dux zu hören. Ich hätte mir ihre Darbietung etwas geheimnisvoller vorgestellt, denn letztlich hüten sie ja auch ein Geheimnis. Mir klangen sie einfach zu normal, zu sehr nach gütigen Großeltern, als dass sie mich groß neugierig auf ihr Geheimnis gemacht hätten. Solveig Duda, die den Part der Georgia Kane übernimmt, hat mir dagegen sehr gut gefallen. Für mich war ihre Stimme neu und so habe ich sie als ganz erfrischend empfunden. Zudem nimmt man ihr die Ehrlichkeit, Gutgläubigkeit und Liebenswürdigkeit der Georgia sofort ab.

Stimmungsvolle Musiken begleiten die Geschichte und tragen im Wesentlichen zur besagten leicht bedrohlichen und geheimnisvollen Stimmung bei. Vielleicht hat auch sie mich so auf’s Glatteis geführt und mir Hoffnung auf Grusel gemacht? Gut gewählte Geräusche machen das Geschehen vorstellbar und somit gibt es zumindest in diesem Bereich nichts zu beanstanden.

Welche unheimliche Gestalt am Steuer des violetten Autmobils! Irgendwie gefällt mir dieses Motiv mit den blauen und violetten Tönen, den Lichtspielereien und dem „Geistefahrer“.  Vor allem wirkt es auf mich schon etwas exotisch: ein autofahrendes Gespenst? Prallen da nicht zeitlich Welten aufeinander? Aber im positiven Sinne exotisch.

Fazit: Leider so gar nicht schaurig, geschweige denn gruselig.

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