Sherlock Holmes (03) – Das entwendete Fallbeil

Titel: Sherlock Holmes (03) – Das entwendete Fallbeil / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Till Endemann u.a.

Inhalt: Ganz in der Nähe der Baker Street 221B, dem Wohnsitz von Sherlock Holmes und seinem getreuen Chronisten Dr. Watson, befindet sich das Wachsfigurenkabinett „Madame Tussauds“. Den Erben der berühmten Wachsbildnerin plagen ernste Probleme, denn das originale Fallbeil, mit dem die französische Königin Marie Antoinette enthauptet wurde, ist aus der Ausstellung entwendet worden…


Und da ist schon die dritte Folge der noch recht „frischen“ Holmes-Serie aus dem Hause Titania. Dieses Mal gilt es, einen entwendetes Ausstellungsstück aus dem „Madame Tussauds“ wiederzufinden. Das ist an sich ein Fall, der für mein Empfinden sehr gut zu Holmes passt. Und inhaltlich habe ich der Story auch nicht viel vorzuwerfen. Sie verspricht einen interessanten Fall, er ist recht spannend und zu Beginn kommt tatsächlich auch ein gewisses Grusel-Feeling auf, Holmes-Fans treffen hier zudem auf einen erfreulich umtriebigen Detektiven. Allerdings hat auch dieser dritte Teil genau den gleichen Haken wie seine beiden Vorgänger: er ist einfach zu lang, und das fängt bei dem anfänglichen „Unterricht“ über das berühmte Wachsfigurenkabinett erst an, das hier lang und breit von der Gründung an erläutert wird. Aber auch sonst kommen immer mal wieder Szenen vor, die zum großen Teil aus Gerede bestehen, das den Fall nicht weiterbringt, sondern eher wie Füllstoff wirkt um auf eine stattliche Spielzeit zu kommen. Nur…genau bei solchen Szenen flachen Spannung und Interesse leicht ab. Würde man sich in solchen Szenen kürzer fassen, würde, die Geschichten sicher eher vom Anfang bis Ende fesseln.

Was die Sprecher anlangt ist dagegen alles im grünen Bereich. Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt alias Holmes und Watson geben ein prima Ermittler-Duo ab, denen ich gerne lausche. Wenn mir Watson hier auch etwas sehr überempfindlich erschien. Aber jeder hat mal schlechte Tage. Regina Lemnitz gehört zu meinen Lieblingssprechern und die Rolle der Haushälterin vom Holmes ist ihr wie auf den Leib geschneidert. Und Till Endemann liefert in der Rolle des Erben John Theodore Tussaud eine ebenfalls überzeugende Leistung ab.

Musikalisch und von den Geräuschen her lässt sich genausowenig bemängeln. Stimmungsvolle Stücke sind zu hören, die einen in die Holmes’sche Zeit zurückversetzen und für Atmosphäre sorgen. Schön dezent, aber wirkungsvoll.

Auf dem Cover hat Marie Antoinette ihren Kopf noch 😉 Im Hintergrund ist das titelgebende Fallbeil zu sehen. Das ist stimmig zur Geschichte. Und der gemalte Stil passt gut zur Zeit, in der dieser Holmes-Fall spielt.

Fazit:  Das Problem der bisherigen Folgen -und damit auch das dieser- ist einfach die Länge, die nicht durchweg fesselnd gefüllt wird. Eine Kürzung täte den Geschichten allesamt gut. Vielleicht eine Idee für Folge 4 & Co. 😉

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