Kati & Azuro (01) – Rettet Azuro!

Titel: Kati & Azuro (01) – Rettet Azuro! / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Ulli Potofsky, Carolin vn der Groeben, Nina Mölleken, Stephan Schleberger, Patricia Frey ua.

Inhalt: Nach dem Tod ihrer Mutter ist in Katis Leben nichts mehr so wie es mal war. Ihr Vater Ludger wagt mit dem Kauf eines Reiterhofs, dem Fasanenhof, einen Neubeginn. Doch schnell gerät der Hof in finanzielle Schwierigkeiten. Kati ist verzweifelt. Durch Zufall trifft sie auf Azuro – ein ganz besonderes junges Pferd, das sofort Katis Herz erobert und ihr neuen Mut gibt. Doch Azuro ist in Gefahr. Kati will ihn aus seiner aussichtslosen Situation befreien und stößt zusammen mit ihrer Cousine Cleo auf die grausamen Machenschaften eines Pferdehändlers. Werden die Mädchen es schaffen, Azuro zu retten?


Da ist nun also die erste Folge der neuen Europa-Serie, die sich in „TKKG“ Folge 174 bereits ankündigte. Mädchen, Pferde, Abenteuer…mit dieser Mischung macht man bei jungen Hörerinnen an sich nur sehr selten etwas falsch. Und auch hier geht der Mix völlig in Ordnung. Die Unternehmungen um Azuro zu retten, sind recht spannend und die Themen „Pferde“ und „Reiterhof“ sind hier auch sonst nicht nur eitel Sonnenschein. Hier kommen auch ernste Aspekte zur Sprache wie beispielsweise Geldnot und Tierquälerei. So weit, so gut. Aber es gibt schon so ein paar Punkte, die mir bei dieser Auftakt-Folge nicht gefallen haben. Erstens mal: wie alt sollen Kati und Cleo denn nun sein? Sie unterhalten sich manchmal wie Teenager, führen sich eine Szene weiter dann aber auf wie gerade der Grundschule entkommen. Ganz speziell Cleo. Dann sind da auch noch die Verbrecher, die typischer kaum sein könnten. Und zuletzt: wieso muss der Oberbösewicht „Pain“ mit Nachnamen heißen? Wieso trägt eine Tierschützerin den Kater-Namen „Mikesch“ mit sich durchs Leben? Die übrigen Charaktere kommen doch auch mit Namen aus, die nicht sofort auf Charakter und andere Eigenschaften schließen lassen. Da hat es mit dem Abstand zu „TKKG“ wohl nicht so ganz hingehauen…

In den Hauptrollen sind Carolin von der Groeben und Nina Mölleken zu hören. Mit ihnen habe ich gleich drei  Schwierigkeiten. Erstens kann ich sie -bisher- nur sehr schlecht auseinanderhalten, zweitens -man möge es mir verzeihen- klingen sie für mich eher nach Jungs als nach Mädchen, was ich unpassend finde. Und das sage ich, die sonst männlichen Stimmen jederzeit den Vorzug geben würde! Zum Dritten schwankt mir ihre Leistung zu sehr. Mal klingen sie eine ganze Szene lang wunderbar locker und überzeugend, wenig später könnte es gestellter kaum sein. Und auch mit Ulli Potofsky als Erzähler will ich einfach nicht so recht warm werden. Auch seine Betonung klingt mir häufig falsch in den Ohren.

Kann mir jemand erklären, was man sich bei dem Titellied gedacht hat? Seichter und nichtssagender geht es wohl kaum, da bleibt einem nichts im Ohr. Glücklicherweise wird es nur angespielt. Leider allerdings auch immer mal wieder während der Geschichte. Und auch bei den Geräuschen hat man es teilweise sehr einfach gemacht. Wenn die Mädchen laufen, klingt es nach trabendem Pferd. Da ist kein nennenswerter Unterschied feststellbar. Und die Pferde wiehern auch alle ziemlich gleich. Das kann Europa eindeutig besser!

Ja, die Gestalten auf dem Cover sind unübersehbar PC-gezeichnet, Details sucht man hier ebenso vergebens wie beim Hintergrund. Trotzdem, den Look dieser Folge mag ich mit den hellen winterlichen Farben. Da passt nicht nur zur Geschichte, sondern auch zu aktuelle Jahreszeit. Das Booklet stellt nicht nur Kati vor, sondern gewährt auch einen Einblick in das Verhalten von Pferden.

Fazit: Mich hat diese erste Folge leider nicht überzeugen können, auch wenn ich denke, dass sie bei den jungen Pferdefans ankommen wird. Mir sind aber zu viele Schwächen speziell bei den Hauptsprechern vorhanden und auch die Untermalung fällt sehr mau aus, speziell das Titellied. Hinzu kommen noch ein paar inhaltliche Mankos…nein, so geht das nicht.

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