Kati und Azuro (02) – Azuro startet durch

Titel: Kati und Azuro (02) – Azuro startet durch / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Carolin von der Groeben, Nina Mölleken, Lutz Reichert, Stephan Schleberger ua

Inhalt: Die finanzielle Lage auf dem Fasanenhof ist angespannt. Wenn nicht bald etwas passiert, muss der Reiterhof verkauft werden. Eine Katastrophe für Kati. Was soll dann aus ihr, ihrem Vater, Azuro und den anderen Pferden werden? Es muss dringend gelingen, alle freien Boxen auf dem Hof zu vermieten. Doch weder Kati noch ihre Cousine Cleo wissen wie. Dazu haben die Mädchen auch noch dauernd Ärger mit Nina, der Tochter eines Einstellers. Und als wäre das alles nicht genug, bringt der unerfahrene Azuro Kati auf einen Turnier in eine höchst gefährliche Lage…


Und schon gehen die Abenteuer um die Freundschaft zwischen Kati und ihrem Pferd Azuro in die zweite Runde. Ich muss sagen, dass mit diese Folge schon eine ganze Spur besser gefallen hat als die erste Episode. Zwar ist „Azuro startet durch“ relativ vollgepackt mit den verschiedensten Themen wie Katis Trauer um ihre Mutter, die Familienprobleme der Zicke Nina, Azuros Vergangenheit, seine schwere Krankheit und noch einige mehr, andererseits mag ich das nicht ohne Weiteres verurteilen. Denn an sich bin ich durchaus froh, dass die Serie sich offenbar nicht nur um „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, Turniere und Stallausmisten dreht, sondern auch dem Drumherum und vor allem den Menschen Raum lässt. Mit allen Problemen, Sorgen, aber auch Freuden, die neben den Pferden eben auch zum Leben gehören. Wo es mir allerdings noch immer die Schuhe auszieht, sind die Szenen, in denen Katis Freundin Cleo loslegt mit ihrer ab und zu überdrehten Art und dieser fixen Idee einer Bande namens „Die flotten, pfiffigen, irgendwas Füchse“ (ich krieg’s nicht auf die Reihe). Das kann ich nicht lustig finden. Das nervt einfach.

Mit den beiden Hauptsprecherinnen Carolin von der Groeben und Nina Mölleken bin ich in dieser Folge auch schon besser klargekommen. Ich finde allerdings noch immer, sie klingen mehr nach Junge als nach Mädchen. Dafür meistern sie ihre Rollen hier schon deutlich souveräner. Dafür gibt es einige erwachsene Sprecher, die mich nicht recht überzeugen konnten. Dazu zählen beispielsweise Klaus Prangenberg als Tierarzt und Stadionsprecher Manfred Chapman. Den hätte ich nach dem fünften „unbekannter Roter“ sowieso gerne den Ton abgedreht. Erzähler Ulli Potofski dürfte es außerdem gerne lassen, in so eine Art „Dialog“ mit dem Hörer treten zu wollen, da das bei ihm sehr angestrengt klingt.

Über das Titellied werde ich keine weiteren Worte verlieren, das ist und bleibt ein Witz. Dafür gehen aber die Musiken während der Handlung in Ordnung. Sie unterstreichen die Stimmungen der jeweiligen Szenen und verleihen ihnen die nötige Atmosphäre. Was die Geräusche anlangt…klingt das Husten eines Pferdes wirklich so wie das eines männlichen Erwachsenen? Ich weiß es nicht, habe aber meine Zweifel. Und ziemlich dusselig geschaut habe ich bei Azuros erstem Huster deshalb auch.

Das Cover zeigt sich dieses mal frischer, frühlingshafter als bei der ersten Folge. Auch dieser Look gefällt mir ganz gut. Das Bild von Kati, Cleo, Azuro und der Rennbahn fällt allerdings wieder so deutlich computergestaltet aus, dass man nur den Kopf schütteln kann. Im Booklet finden sich dieses Mal eine Vorstellung von Cleo und ein Wörtersuchspiel.

Fazit:  Ein kleiner Schritt nach oben und inzwischen kann ich mir schon vorstellen, an der Serie dranzubleiben. Es ist allerdings noch in jeder Hinsicht Luft nach oben.

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