Schweinskopf al dente (Rita Falk / Christian Tramitz)

Titel: Schweinskopf al dente / Verlag: Der Audioverlag / Spielzeit: ca. 300 min / Buch: Rita Falk / gelesen von: Christian Tramitz

Inhalt: Was für eine Sauerei! Als Richter Moratschek zu Bett gehen will, findet er dort statt seiner Schlafmütze einen blutigen Schweinskopf. Schnell steht fest: Der „Don Corleone“ von Niederkaltenkirchen kann nur Dr. Küstner sein, der von Moratschek wegen Mordes zu 15 Jahren Haft verurteilt wurde und sich nun rächen will. Kommissar Franz Eberhofer würde lieber Omas Schweinebraten genießen, muss sich aber auf die Spur des gefährlichen „Paten“ begeben, die ihn bis nach Italien führt.


„Schweinskopf al dente“ ist nun schon Franz Eberhofers dritter Fall, der ihn dieses Mal gleich in doppelter Hinsicht fordert. Natürlich muss der entflohene Psyochopath eingefangen werden, daran besteht kein Zweifel. Ausser Zweifel steht aber auch, dass das Richter Moratschek, der sich in seiner Angst bei den Eberhofers einquartiert hat, dort schleunigst wieder verschwinden muss. Erneut ist es so -und das muss man auch so sagen- dass der Fall von Eberhofer schon hinter dem Drumherum zurücksteht. Natürlich, das ganze Drumherum steht damit im Zusammenhang, aber man darf hier halt keinen Krimi erwarten, in dem kapitelweise handfest ermittelt wird. Es ist natürlich spannend, ob und vor allem wie Eberhofer den Psychopathen dingfest macht, aber das Hauptaugenmerk richtet sich halt doch auf das Chaos, das dieser Fall in seinem Leben anrichtet. Der Richter, der sich eingenistet hat und fröhlicht mit Eberhofers Vater zecht und kifft, die realtiv unfreiwillige Reise nach Italien, Richter-Ehefrauen-Observierungen und alle naselang Zwistigkeiten mit dem Vorgesetzten. Das ist turbulent, das ist lustig und macht so einfach Spass. Genau wie die Passagen mit der schwerhörigen Oma, die natürlich auch wieder eine Rolle spielt. Ich jedenfalls mag den frischgebackenen Kommissar mit seinen unorthodoxen Methoden und der political incorrectness sehr.

Zugegeben, taucht Christian Tramitz im Fernsehen auf, schalte ich um. Für die „Eberhofer“-Hörbücher könnte ich mir allerdings gar keinen besseren Sprecher vorstellen. Er hat den urbayerischen Dialekt prima drauf und liest so locker, dass man denken könnte, da erzählt Franz Eberhofer persönlich. Zudem spielt er auch häufig, schreit, jammert oder kopiert das gebrchene Deutsch von der Frau von Franz‘ Bruder.

 Das Covermotiv zeigt sie wie von der Reihe vertraut recht „spießig“ und sehr zünftig. Da ist natürlich der Schweinskopf zu sehen, der zu grinsen scheint, aber auch eine Brotzeit und…ein Joint! Das wiegt die sonstige „Spießigkeit“ schon wieder ein ganzes Stück auf. Die Motive finden sich auch im Inneren des Digipaks wieder an.

Fazit: Auch Eberhofers dritte Fall hat mir wieder ausgezeichnet gefallen. Ein Krimi, aber zum Totlachen komisch, mit einem Kommissar, der mir immer sympathischer wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: