Point Whitmark (34) – Die einäugigen Puppen

Titel: Point Whitmark (34) – Die einäugigen Puppen / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Thomas Petruo, Sonja Spuhl ua

Inhalt: Während eines Besuchs auf dem „Jahrmarkt des großen Feuerballs“ kommt es zu einer sonderbaren Begebenheit. Jay, Tom und Derek müssen mitansehen, wie Martin Dupré, der Sohn ihrer Französischlehrerin, verschleppt wird. Darüber hinaus entdecken sie in der Werkstatt des Stanislav Lodz die schaurigen Nachbildungen lebender Kinder. Die weiteren Ungeheuerlichkeiten, die der unheimliche Puppenmacher dort verbirgt, verschlagen den Jungen den Atem. Als schließlich die Dämmerung hereinbricht, erfüllt sich der Fluch der einäugigen Puppen …


Weiter geht es mit den Abenteuern der drei Freunden aus Point Whitmark. Ich muss sagen, dass mir diese Folge im Vergleich zur Vorigen deutlich besser gefallen hat. In erster Linie, weil sie einen klareren, geradlinigeren Verlauf hat, der zu einer Auflösung führt, die man sich als Hörer durchaus auch selber herleiten kann. So macht es Spass, dem Abenteuer zu folgen und mitzuknobeln. Mit dem Rummelplatz ist auch sehr schöner Schauplatz gewählt, da dort ja Realität und Illusion oft nahe bei einander liegen. Das spielt dem gewissen Grusel in die Hände, der zu jeder Folge dazu gehört. Wobei hier davon eher wenig zu spüren ist. Abgesehen von einer Theorie von Tom bleibt man auf dem Boden der Tatsachen. Das hat mir so gut gefallen. In einigen Geschichten hat man es mit Grusel und Spuk für meinen Geschmack etwas übertrieben und den Detektivfall dahinter zurück gestellt. Das ist bei dieser Folge erfreulicherweise nicht der Fall. Und selbstverständlich muss man auch auf eine gewissen Komik nicht verzichten. Jay hat selbstverständlich wieder eine Lawrence-Weisheit auf Lager und Derek als Babysitter ist allemal ein Grinsen wert.

Hinsichtlich der Sprecher fällt der Kelch des Lobes etwas kleiner aus. Das bestrifft im Speziellen Kathrin Janke als Peachy-Lynn und Kevin Semrau alias Martin Duprè. Dabei mag ich Peachy-Lynn als Charakter! Sympathisch anders, ich würde sie gerne mal in einer weiteren Folge „treffen“, aber diese Stimme passt einfach nicht zu ihr. So ein nettes Hippie-Girl und so eine burschikose Stimme… Martin Duprè scheint zwar ein Außenseiter zu sein und das sollte man auch raushören, aber Kevin Semrau lässt ihn klingen als wüsste er NIE, wie er was richtig machen soll. Sogar, wenn er von etwas erzählt, von dem er an sich einen Plan hat. Das geht auch nicht. Ansonsten tanzt niemand aus der Reihe und die drei Hauptsprecher sind ohnehin bestens aufgelegt.

Ich kann nichts dagegen tun: sobald die Titelmelodie anläuft, summe oder pfeife ich mit. Ich mag dieses Stück sehr (hab es sogar als Klingelton!) und würde mir wünschen, es zumindest in Teilen auch mal während der Geschichte zu hören. Doch da setzt man auf andere Stücke, die mich an Filme wie „Edward mit den Scherenhänden“ erinnern, hüpfend, klingend, melodisch und zweifellos schön. Aber eben nicht PW-Style. Schade. Und wenn ich gegen Ende dem Babygeschrei noch länger hätte lauschen müssen, hätte ich irgendwas auseinander genommen. Aua, aua, über lange Zeit zerrt das an den Nerven.

Ein an sich unspektakuläres Covermotiv, das aber durch den Effekt des gesprungenen Spiegels gleich wieder interessant wirkt. Dass der größte Riss dem Spiegelbild ein Auge nimmt, passt natürlich gut zum Titel.

Fazit:  Mir hat „Die einäugigen Puppen“ prima gefallen. Ein spannender und unterhaltsamer Fall für Jay, Tom und Derek, bei dem man als Hörer wieder mitknobeln kann. Der Grusel wurde hier zwar etwas zurückgedreht, aber letzten Endes steht ja auch die Dektektivarbeit der Jungs im Mittelpunkt der Serie. Somit kann ich damit gut leben.

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