Benjamin Blümchen (119) – …als Busfahrer

Titel: Benjamin Blümchen (119) – …als Busfahrer / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Katja Primel, Marie Bierstedt, Gisela Fritsch, Katharina Tomaschewski ua

Inhalt:  Der Schulbusfahrer von Ottos und Stellas Schule ist krank. Benjamin springt für ihn ein und seine Freunde helfen ihm dabei. Ott und Stella stehen sogar früher auf, um ihn zu begleiten. Eine Testfahrt läuft gut, aber am ersten Tag kommt Benjamin gleich zu spät mit den Kindern. Das darf nicht sein! Ob er eine zweite Chance bekommt?


Zu meiner Überraschung bleibt die Serie auch mit dieser Folge noch bei einer Berufe-Geschichte. Dieses Mal ersetzt Benjamin den Fahrer des Schulbusses. Mir drängt sich dabei der Vergleich mit Folgen wie „Benjamin als Taxifahrer“ oder „Die Autorallye“ auf, da Benjamin auch dort Fahrzeuge steuert. Und erfreulicherweise werden diese beiden Folgen hier sogar erwähnt! Damit hat es sich mit der Ähnlichkeit aber auch, denn die Spannung, den Witz und Turbulenzen wie in den beiden früheren Folgen sucht man hier leider vergebens. Es ist wie seit geraumer Zeit deutlich zu merken, dass man die anvisierte Hörerschaft altersmäßig heruntergesetzt hat. So plätschert die Geschichte vor sich hin. Nicht uninteressant, aber eben unspektakulär. Es passiert kaum etwas und das einzige etwas (!) größere Problem, mit dem sich Benjamin und Co. befassen müssen, ist schnell gelöst. Diesem Problem kann man -wenn man denn möchte- immerhin zugute halten, dass es einen ernsten Hintergrund hat und sich manches Kind darin wiederfinden kann. Jedenfalls die Kinder, die schon etwas älter als drei der vier Jahre sind. Wobei das doch schon wieder unlogisch ist! Wenn man sich an den Jüngsten orientiert, wieso dann eine Problematik, die diese noch gar nicht in diesem Umfang erfassen und nachvollziehen können?

Bei den Hauptsprechern ist alles im grünen Bereich, da fehlt es an nichts. Allerdings könnte man es sich sparen, Gisela Fritsch alias Karla Kolumna alle möglichen und vor allem auch unmöglichen Verniedlichungen in den Mund zu legen. „Hallöchen“ und „Tschüsselchen“, okay, aber so Begriffe wie „Direktorinchen“ braucht nun wirklich niemand. Man muss nicht alles verkleinern, nur weil es sich an Kinder richtet. Dafür gibt es bei den Sprechern der Kinder jemanden, der mich nicht überzeugt hat. Nämlich Lina von der Ahe, die mir zu abgelesen klingt.

Was Musik bzw Untermalung anlangt, so bleibt es beim Titellied. Leider bleibt es aber auch dabei, dass gesungen wird. Reißt das jetzt dauerhaft ein, seit den „Fleißigen Handwerkern“ in der vorigen Folge? Sicher, Kindern wird das wohl gefallen. Aber es geht deutlich besser. Auch da muss man nir mal Richtung „Benjamin als Taxifahrer“ oder auch Richtung „Benjamin als Butler“ lauschen.

Auf dem Cover bekommt Benjamin den Busschlüssel. Also bei uns sind die Schulbusse ganz normale Linienbusse. Mir kommt die gelb-orange Farbe dieses Busses etwas zu amerikanisch vor. Aber wenigstens die Form stimmt mit unseren Bussen überein. Insgesamt sonst schon ein schönes Motiv.

Fazit:  Für die sehr junge Hörerschaft eine schöne Folge, die bei mir einen Pluspunkt damit einfährt, dass es eine Berufe-Folge ist. Ich bin aber der Meinung, aus einer Busfahrer-Geschichte hätte man mehr herausholen können. Das beweist die eine oder andere frühere Folge, die in eine ähnliche Richtung gingen.

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