Mopsy Mops (01) – Mopsy Mops

Titel: Mopsy Mops / Verlag: Hierax Medien / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Konrad Halver, Eike König, Katharina Brauren, Hans Paetsch, Andreas von der Meden ua.

Inhalt: Mopsy Mops hört im Radio, dass zwei Gangster, Baller-Otto und Stoff-Ede, die Schokoladenfabrik vom Onkel Henry überfallen haben. Mit 10 000 Mark und 50 Kartons Schokoladenosterhasen sind sie auf der Flucht. Bei der Verfolgung mit seinem Freund Peky stößt Mopsy auf eine Spur, die genau zum Flughafen Hundeweiler führt. Dort erfahren sie, dass die beiden Gangster mit der gleichen Maschine wie der Bürgermeister von Hundeweiler nach Sardinia fliegen. Mit der Düsenmaschine von Onkel Henry nehmen sie die Verfolgung auf. Eine spannende Verfolgungsjagd beginnt.


Das ist ja immer so eine Sache, wenn man von einem Hörspiel behauptet, es sei reine Geschmackssache. Da behauptet ein Lager, die „Geschmackssache“ kann Wertungen wie „gut“ und „schlecht“ nicht ins Gegenteil reden, das andere behauptet standhaft, jede Geschichte sei auf ihre Art „Geschmackssache“. Ich tendiere zum zweiten Lager, aber wenn ich ein Hörspiel jemals aus tiefster Überzeugung zur „Geschmackssache“ erkläre, dann dieses hier bzw diese Serie. Die Bezeichnung „Comic Hörspiel“ trifft es schon gut. Denn hier geht es schrill, überzogen, rasant, auch mal hektisch und einfach total absurd zu. Wobei die Geschichte an sich gar nicht so ungewöhnlich ist mit der Jagd auf die entflohenen Gangster. Aber sie ist mit haarsträubenden Details ausgestattet, die manchem Hörer sicher mindestens ein entgeistertes Kopfschütteln entlocken werden. Mir hat die Geschichte mit allem Drum und Dran aber ganz gut gefallen, man darf sie halt nicht bierernst nehmen, dann geht das ganz gut. Besonders gefällt es mir, dass es hier nicht moralisch und pädagogisch „sauber geleckt“ zugeht. Der berühmte Zeigefinger käme auch aus dem Winken nicht mehr heraus.

Bei den Sprechern sieht es ähnlich aus. Hier sind Könner wie Konrad Halver, Andreas von der Meden, Katharina Brauren und Eike König am Werke. Allerdings so, wie man sie in anderen Hörspielen noch nicht zu hören bekommen hat. Nämlich dem Stil der Geschichte angepasst mir verrückt verstellten Stimmen und so manchem -nennen wir es mal Akzent-, der einen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen möchte. Trotzdem, auch das will erst mal gekonnt sein und so habe ich der Truppe mit Vergnügen gelauscht.

Das Titellied ist gewöhnungsbedürftig bis seltsam, aber irgendwie bleibt es hängen und man summt verblüffend schnell mit. Die übrige Untermalung präsentiert sich comichaft hektisch, schräg und ausgefallen. Das geht bei dieser Geschichte aber auch gar nicht anders, denke ich. Ganz Comic wird auch auf Lautmalereien nicht verzichtet.

Cover und Booklet gewähren einen Blick ins „Comicheft“ zur Geschichte. Schön bunt und passig zu einem Comic Hörspiel, wie ich finde.

Fazit:  Schön, dass diese Serie aus den 70er-Jahren wieder im Ladenregal steht. Man muss aber schon ein Faible für abstruse Geschichten, Charaktere und den überzogenen Comic Stil haben. Dann macht „Mopsy Mops“ Spass!

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