Mopsy Mops (03) – …und die verrückte Erfindung

Titel: Mopsy Mops (03) – …und die verrückte Erfindung / Verlag: Hierax Medien / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Hans Paetsch, Konrad Halver, Claus Wagener, Joachim Wulff ua

Inhalt: Professor Zweistein bittet Mopsy Mops und seine Freunde, ihm bei der Verteilung einer Impfung zu helfen. Doch im Labor des zerstreuten Wissenschaftlers gibt es eine folgenschwere Verwechslung der Munition. Anstatt die UweVerschmuSchuPi-Impfung zu verwenden, schießen Mopsy Mops, Alchibert und Peky mit der Umkrempelpille auf die Leute. Während die Opfer sich umkrempeln und der Professor nicht zu erreichen ist, reißt Rillen-Manni voller Wut eine Waffe an sich.


Ja, ich habe die Reihenfolge missachtet, ich weiß. Aber es gibt leider auch keine Folgennummern auf den CDs… Da die Geschichten aber nicht zusammenhängen, stufe ich das mal als nicht sonderlich dramatisch ein. Zur Geschichte ist zu sagen, dass sich die Reihe ihrem schrägen, kaputten Stil treu bleibt. Das rettet dann auch, dass die Story um die Erfindung nicht gleich zu Anfang ihren Lauf nimmt. Bis dahin dauert es etwas, aber man wird ja gut unterhalten auf dem Weg dorthin. Mir gefällt diese „Respektlosigkeit“ auch hier wieder prima. Warum nicht mal die Einwohner von Hundeweiler mit Maschinengewehren impfen? Wieso nicht ein Mittel aus der Kriegsführung irrtümlich verbreiten, woraufhin die Getroffenen umkrempeln, was irgendwie ein wenig an Zombies erinnert? Allerdings: mit der Kennzeichnung „Ein Comichörspiel für Kinder ab 6 Jahren“ (so stand es auf den LPs der 70er-Jahre) dürften sich diese Hörspiele heute sicher nicht mehr schmücken.

Hans Paetsch als Erzähler bei diesem absurden Hörspiel zu hören, das ist schon etwas ganz Besonderes. Da fällt besonders auf, wie weit die Geschichte von den Kinderhörspielen ist, die er sonst erzählt. Ansonsten fällt der Sprechercast auch hier wieder prominent aus mit beispielsweise Dagmar von Krumin, Erika Bramslöw und Joachim Wolff. Speziell ihn habe ich sehr dafür bewundert, wie locker er die stotterige Sprechweise von Professor Zweistein umsetzt.

Das Titellied ist wie gehabt ziemlich schräg und kaputt, macht aber wenigstens Spass. Weniger Spass haben mir die sonstigen sängerischen Darbietungen gefallen. Der Lisa della Moffa mit ihrem enervierenden Gejaule hätte der Kellner gerne kiloweise Eis in den Rachen stopfen dürfen, denn das nervt doch massiv. Und auch den singenden Wasserflöhen habe ich eine Begegnung mit einer Schar Frösche gewünscht.

Am Look hat sich auch weiter nichts verändert. Auszüge aus einem Comic, dieses Mal vor grünem Hintergrund. Und das in Zeiten der ausgefeiltesten, am Computer entworfenen Designs. Aber so sahen die Hörspiele früher halt aus und jeder war damit zufrieden. Mir gefällt es, dass man den Look nicht modernisiert hat.

Fazit:  Ja, vermutlich muss man schon irgendwo und irgendwie einen an der Waffel haben um Mopsys Abenteuer zu mögen, aber auch diese Folge hat mir wieder einiges an Hörvergnügen bereitet. Skurril, kaputt, überdreht…spaßig eben.

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