Die Earlam Chroniken (S.01 E.04) – Vendetta

Titel: Die Earlam Chroniken (S.01 E.04) – Vendetta / Verlag: Independent Standard / Spielzeit: ca. / Sprecher: Jan-Phillip Jarke, Marcantonio Moschettini, Jens Kaufmann, Helmut Krauss, Simon Jäger ua

Inhalt:Der spannende Hörspiel Krimi im alten London um 1930: Der Bentley von Ethan Earlam wird aus der Themse gezogen, doch von ihm selbst fehlt jede Spur. Sein Bruder Paul versucht, mit Hilfe seiner Freunde Kate, Alan und Chief Inspector Anderson Ethans letzte Schritte zu rekonstruieren. Doch dabei geraten sie selbst in die Schusslinie. Schnell wird ihnen klar, dass Ethan sich in der Gewalt eines alten Bekannten befindet. Doch mit jeder Sekunde, die verstreicht, schwinden die Chancen, ihn lebend zu befreien.


Ich will erhlich sein: ab und zu treffen Hörspiele bei mir ein, von denen habe ich noch nie etwas gehört und entsprechend weiß ich dann auch nicht, ob ich da ein Einzelhörspiel vor mir habe, oder einen Teil einer Serie und wenn ja, welchen Teil. So ging es mir mit dieser Episode der „Earlam Chroniken“, die mit ihrer Handlungszeit um 1930 auch nicht wirklich besseren Stand bei mir erlangten. Im Nachhinein tut es mir leid, dass ich mich so um dieses Hörspiel gedrückt habe, denn mir hat ausnehmend gut gefallen, was ich hier gehört habe. Ein schöner und unterhaltsamer Krimi, den ich mit Spannung verfolgt habe. Mir hat es gefallen, dass er sehr „unaufgeregt“ ausgefallen ist, was sicher auch seinem „Alter“ geschuldet ist. Lässt man einen Krimi um 1930 spielen, kann man ihn einfach nicht mit wunders vielen Schießereien und was weiß ich für bombastischen Verbrechen daherkommen lassen. Die Handlung hier passt sich ihrer Zeit gut an und vermittelt sehr viel Charme dieser Zeit. Ganz speziell sobald sich in der Earlam-Familie und ihren Freunden etwas tut, da kommt das Flair einer wohlsituierten, altenglischen Familie prima rüber. Das hat was und ich werde mir die Reihe ganz sicher -wenn auch verspätet- noch genauer ansehen und anhören.

Jetzt kommt es wieder, ich sage es lieber schn vorweg: ja, ich habe oft meine liebe Not damit, Sprecher auseinanderhalten zu können. Das muss wohl an mir liegen, von daher ist das nicht unbedingt ein Kritikpunkt. Jedenfalls habe ich mich anfangs mit Jan-Philipp Jarke alias Paul Earlam, Jens Kaufmann als Ethan Earlam, Marcantonio Moschettini, der den Alan Davenport spricht ganz schön schwer getan. Aber das hat sich eingependelt! Womöglich liegt es auch daran, dass ich die drei bislang nicht kannte. Aber sie liefern alle eine überzeugende Leistung ab und ich habe ihnen gerne gelauscht. Es sind aber auch prominentere Stimmen zu hören wie beispielsweise die von Klaus Dieter Klebsch, Simon Jäger (damit hat bei mir sowieso schon jedes Hörspiel einen Bonuspunkt ;)) und Helmut Krauss. Eine sehr ordentliche Mischung also!

Die Untermalung fällt für einen Krimi angemessen düster aus. Das sorgt einerseits für Spannung, andererseits hat es mir nochmal zusätzlich das Flair eines englischen Herrenhauses vermittelt. Dann und wann sind auch Stücke zu hören, die auf altmodischen Instrumenten gespielt werden, was zur Zeit der Handlung passt. Auch hier eine ordentliche und passige Mischung.

Vielleicht ist mir da bei der Geschichte etwas durchgegangen, aber einen Zusammenhang zwischen ihr und dem Covermtiv bekomme ich nicht hin. Außer, dass auch das Motiv düster wirkt. Dafür gefällt mir die Rückseite des Booklets umso besser mit dem finsteren Herrenhaus! Sehr cool!

Fazit:  Okay, wie man an mir sieht, kann man auch gut mit Folge 4 in die Reihe einsteigen. Mir kam es nicht so vor als würde mir Vorwissen fehlen. Mir hat sehr gut gefallen, was ich hier gehört habe. Ein spannender Krimi mit altenglischem Charme! Da wird die Ratte jetzt mal die Barthaare Richtung Folge 1 bis 3 ausstrecken…

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