Das Büro des Todes – Der letzte Arbeitstag

Titel: Das Büro des Todes – Der letzte Arbeitstag / Verlag: Mindcrusher Studios / Spielzeit: ca. 120 min / Sprecher: Lars Havemann, Timo Landsiedel, André Krieg, Stephan Winkowski ua

Inhalt: Der Tod ist erzürnt: der Generalstempel ist aus seinem Büro abhanden gekommen und er hegt einen Verdacht gegen Vollzeitabenteurer John Hansen, der das mit Recht als bedrohlich empfindet. Allerdings haben er und Teilzeitschreibkraft Jane ihrerseits ebenfalls einen Verdächtigen, nämlich Erzrivale Müller! Der Tod setzt bekanntlich keine sonderlich langen Fristen und so bleibt John und Jane gerade mal Zeit bis Sonnenaufgang um Müller zu überführen und den Stempel zu beschaffen.


2012 ist offenbar das Jahr der „bisher nicht (von ge)hört“ Hörspielen. Jedenfalls gehört auch das „Büro des Todes“ dazu. Warum, weiß ich eigentlich nicht. Vermutlich, weil ich immer noch nicht ganz gerafft habe, was ein Podcast ist. Denn in dieser Form erschien die Serie, die mit dieser Folge ihren Abschluss findet. Ich habe mich allerdings trotzdem schnell eingefunden und etwa 120 Minuten 50:50 witziges Hörspiel gehört. 50:50 deshalb, weil „Das Büro des Todes“ meinen Humor leider nicht immer getroffen hat. Ich habe wirklich oft lachen müssen, aber es gab halt auch Gags, die mir schlicht zu platt waren. Dafür habe ich mich gewundert, wie leicht ich mich mit dem absurden Drumherum abgefunden habe: das Büro des Todes im Dschungel, zahlreiche Müllers im Betrieb, Piranha-Teiche im Vorzimmer, Schamanen…also ich persönlich hätte mir des Todes Büro doch etwas anders vorgestellt. Und dann die verrückte Indiana Jones-mäßige Jagd auf den Stempel, gefäalschte Memos usw. Aber ich konnte damit leben, dafür ist die Story zu vergnüglich um sich am Setting zu stören. Ich hätte nur gerne mehr vom Tod gehört, kleiner Tod-Fan, der ich ja bin 😉

Ich nehme an, es ist als Gag gemeint. Allerdings ist es einer von denen, die mich nicht erreicht haben: dass Jane von einem Mann gesprochen wird, nämlich von Lars Havemann. Allerdings kenne ich wie gesagt die Episoden zuvor allesamt nicht. Eventuell gibt’s da ja eine gute Begründung. Tatsache bleibt dabei aber, dass mir bei diesem Hörspiel keiner der Sprecher negativ aufgefallen sind. Wenn ich das richtig verstanden habe, gab es bisher 99 Podcast-Folgen. Das ist reichlich, aber die Sprecher sind auch in der Abschluss-Folge alle mit Elan und hörbarem Vergnügen dabei und bringen ihre Charaktere überzeugend zu Gehör. Das muss man bei solch haarsträubender Story auch erstmal schaffen. André Krieg als Tod hätte mir aber gerne noch etwas grollender klingen dürfen.

Die Untermalung greift die unterhaltsame Story gut auf. Es sind sowohl rasante als auch leisere Stücke zu hören, hier und da sogar das, was man gemeinhin als „Dschungelmusik“ bezeichnen würde. Das passt gut zur Geschichte und unterstreicht ihren auf verrückte Art abenteuerlichen Charakter.

Ja, in einem Dschungelabenteuer gehört es dazu, dass die Helden sich an Lianen von Palme zu Palme schwingen und dass mindestens eine Person im Kessel der Kannibalen landet. Ein reißender Fluss oder Wasserfall macht sich da auch immer gut. Und genau deshalb hat dies alles wohl auch auf dem Cover seinen Platz gefunden. Jedenfalls lässt alleine dieses Motiv schon erahnen, dass es hier auf das Vergnüglichste hoch her geht.

Fazit:  Ob ich mich daran mache, die Reihe nachträglich aufzuarbeiten? Folge 100 hat mir nämlich insgesamt ganz gut gefallen, auch wenn sie mein Komikzentrum nicht immer getroffen hat. Wer Spass an absurden Geschichten hat, der sollte mal im „Büro des Todes“ vorbeischauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: