Das Déjà Vu

Titel: Das Déjà Vu  / Verlag: Lindenblatt Records / Spielzeit: ca. 79 min / Sprecher: Stefan Lindner, Thomas Lindner, Heinz Lindner, Stephan Gossen, Patrick Borlé

Über:  Die beiden neuen Geschichten bieten abermals ungewöhnliche und spannende Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Mehr Effekte, mehr Sprecher, mehr Albträume.


Ich kenne die erste Folge der Reihe nicht und wusste somit erstmal gar nicht, was mich auf der CD erwarten würde. Ich sage es ja, 2012 ist das Jahr der mir bislang unbekannten Hörspiele 😉 Was habe ich also auf der CD vorgefunden? Zwei vergleichsweise kurze Hörspiele. Einmal „Das Déjà Vu“, das mir gut Durchhaltevermögen abverlangt hat, denn ich bin wahrlich alles andere als ein Fan der Bibel oder in irgendeiner Form daran interessiert. Glücklicherweise werden die Auszüge, die hier behandelt werden, recht modern erzählt. Das versöhnt damit, dass es doch auch ganze Zitate gibt. Die Bibel ist Thema und damit muss man klarkommen können. Zum Glück deutet sich dann aber doch an, dass diese kleine Geschichte alles andere als ein heiliges Ende haben wird, und das hat mich versöhnt.
Die zweite Geschichte trägt den Titel „Zum Meister“ und hier lässt „Krabat“ samt Mühle und Meister feste grüßen. Und auch, wenn mir die Story zu lang vorkam, hat sie mir insgesamt besser gefallen als „Das Déjà Vu“. Warum? Weil auch Horrorfilm-Elemente eingeflochten sind, sowie ganz spezielle Wendungen außerhalb der Handlung bei der Mühle im Wald.

Der Sprechercast ist überschaubar und ziemlich familiär. Das „Déjà Vu“ wird alleine vn Stefan, Thomas und Heinz Lindner bestritten. Bei „Zum Meister“ mischen ua noch Johnny Wittermann, Stefan Gossen und Patrick Borlé mit. In Summe habe ich nichts Großartiges auszusetzen gefunden. Okay, nicht jeder Satz -speziell bei der Bibel-Diskussion- klingt hunderprozentig überzeugend, aber das fällt insgesamt kaum ins Gewicht. Dafür, dass sich hörspielmäßig kein prominenter Name auf der Sprecherliste findet, wird hier sehr gute Arbeit abgeliefert, die sich hören lassen kann.

Musikalisch habe ich die beiden Hörspiele als sehr ruhig in Erinnerung. Schöne und passende Melodien, die meist im Hintergrund eingesetzt werden und für das Flair der jeweiligen Szenen sorgen. „Zum Meister“ bietet zudem einen Ausflug Richtung „technischer Death Metal“. Wer drauf steht, bitte. Ich bin auch so ein Dilettant, der von anspruchsvoller Musik anscheinend nichts versteht 😉

Das Covermotiv macht auf jeden Fall neugierig. Deshalb habe ich mir die CD auch sehr flott zu Gemüte geführt. Schön, dass der Titel Bezug zur ersten Geschichte hat, während das Skalpell in der zweiten Story vorkommt. So hat man Elemente beider Geschichten auf das Cover gebannt.

Fazit: Für die eine Geschichte bin ich zu wenig bibelbegeistert, aber sie nimmt ein sehr ordentliches Ende. Die andere kam mir etwas zu lang vor, dafür gefällt es mir hier, dass es in Richtung Grusel / Horror geht und man sich feste an „Krabat“ bedient hat. Sprechertechnisch ebenfalls hörenswert…doch, ich bin gespannt, was da noch aus Lindenblatt Records Ideenschmiede kommen wird. Schön, die Gebrüder Thot so kennengelernt zu haben.

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