Nightlife

Titel: Nightlife / Verlag: Ohrenkneifer / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Horst Kurth, Dirk Hardegen, Karen Schulz-Vobach, Martin Sabel ua.

Inhalt: Ein einsames Jagdhaus.
Zwei junge Studenten.
Sie wollen in Ruhe lernen.
Doch jemand will ihnen eine Lektion erteilen…


Zwei Studenten in einem abgeschiedenen Haus im Wald, seltsame und unheimliche Ereignisse in er Nacht, die für stetig ansteigende Anspannung und Aggressivität sorgen…das ist ein Szenario, das man bei „Nightlife“ nicht zum ersten Mal antrifft. Es ist aber einer, dass mir -wenn es gut gemacht ist- immer wieder gefällt. Auch „Nightlife“ hat mich dementsprechend gut unterhalten. Es ist spannend bis zum Schluss und hat seinen unheimliche Szenen. Im Dunklen vor dem Einschlafen gehört, sorgt es für manche Gänsehaut. Als gruselig habe ich es allerdings nicht empfunden, da es keinerlei übersinnliche Szenen bzw Vorkommnisse gibt. Unheimlich also im Sinne von beängstigend spannend, da den beiden Studenten offenbar eine ganz reale Gefahr droht. Ein bitterböses Ende, das Raum für Spekulationen über einige Charaktere lässt, rundet den positiven Eindruck von der Story schließlich ab.

Der Sprechercast fällt relativ klein aus. Gerade mal neun Sprecher sind am Werk. Die beiden Studenten werden von Andreas Hegewald und Horst Kurth gesprochen. Sie lassen die beiden ganz authentisch klingen. Schön locker, dabei aber dennoch überzeugend darin, dem Hörer die kippende Stimmung in der Hütte deutlich zu machen. Lediglich an ihrer Ausdrucksweise habe ich mich auf Dauer gestört. Unterhalten sich Studenten von heute wirklich so? Mit so vielen „coolen“ Ausdrücken möglichst in jedem Satz? Wenn ja, will ich nichts gesagt haben. Mir war es aber doch zu viel. Karen Schulz-Vobach bringt zum Ende hin überraschende weibliche Abwechslung rein. Sie klang mir allerdings nicht dem Alter ihrer Rolle entsprechend, sondern bereits älter.

Musikalisch hält man sich bedeckt, was einer solche Geschichte immer gut steht. Es sind vorwiegend leise und düstere Stücke zu hören, die der Atmosphäre der Story gut tun und dem Gänsehautfaktor nochmal zusätzlich auf die Sprünge helfen. Gut gefallen hat mir außerdem, dass man offenbar viel Wert auf den „Raumklang“ gelegt hat. Dadurch wird die Hütte gut vorstellbar. Ich finde das deshalb gut, weil mir das noch mal zusätzlich deutlich gemacht hat, wie verlassen und fernab jeglicher Hilfe die beiden Studenten dort sind. Lediglich sie beide, die sich in diesem Haus im Wald aufhalten…oder? 😉

Das Cover ist recht schlicht gehalten. Mich hat es aber durch das Licht- und Farbenspiel angesprochen. So wirkt es neblig wie eine dunkle Nacht im Wald. Das passt ebenso gut zur Geschichte wie die beiden flüchtenden Jungs.

Fazit: Die Story ist nicht neu, aber spannend gemacht und sie jagt einem schon so manchen wohligen Schauer über den Rücken. Mir hat „Nightlife“ so gefallen und ich empfehle es wärmstens, dieses Hörspiel im Dunklen anzuhören. Es lohnt sich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: