Die drei ??? (151) – Schwarze Sonne

Titel: Die drei ??? (151) – Schwarze Sonne / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min  / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Tilo Schmitz, Klaus Dittmann ua

Inhalt: Bei einem Malkurs lernt Bob den sympathischen und begabten Denzel Hopkins kennen. Der Mann wird plötzlich beschuldigt, ein wertvolles Gemälde gestohlen zu haben. Denzel beteuert, das Bild noch nie gesehen zu haben und unschuldig zu sein. Wie konnte er dann bereits in der Vergangenheit immer wieder ein zentrales Motiv aus diesem Bild malen – die schwarze Sonne?
Die drei ??? müssen ihren gesamten detektivischen Spürsinn aufbieten, um diesen Fall zu lösen.


Wie gut, dass man alles, was nicht augenfällig eine Bedeutung hat, als Kunst bezeichnen kann. So wird es immer Künstler geben. Daher werden die Fälle der „???“, die sich zB um Malereien drehen so schnell wohl auch nicht ausgehen. Hier hat man mal wieder eine solche Folge im CD-Player. Mir hat sie insgesamt ganz gut gefallen, bis auf eine bzw zwei Kleinigkeiten die Auflösung betreffend. Dazu später. Zuvor bekommt man eine ganz unterhaltsame Folge geboten, die nicht allzu komplex ist, bei der man gut auch mal mitermitteln kann und die vor allem -das fehlt mir so oft bei den Folgen von heute- auch eine ganz schön schauerliche Passage hat. Im Dunklen gehört, kommt da durchaus eine kleine Gänsehaut auf.
Besagten Kleinigkeiten sind zum Einen die Erpressung mit dem Hund. Bitte, da geht es um Bilder, deren Wert in die Millionen geht. Und dann lässt sich jemand mit einem Hund unter Druck setzen? Jemand, der sonst ganz schön abgebrüht und voller krimineller Energie steckt? Zum Zweiten kommt der Hinweis auf den Täter schon sehr brachial daher. Da muss man nicht Justus Jonas heißen um zwei und zwei zusammenzuzählen.

Die drei Hauptsprecher sind in gewohnt guter Form und auch in den Nebenrollen hat man sich sprechermäßig nicht lumpen lassen. Hervorzuheben ist hier zweifellos Tilo Schmitz, der Denzel Hopkins spricht. Er lässt den talentierten Maler zwar sympathisch wirken, aber mit seiner tiefen und dunklen Stimme gelingt es ihm auch, dass man trotzdem stets im Zweifel bleibt, ob man ihm tatsächlich trauen kann. In weiteren Rollen mischen unter Anderem Regina Lemnitz, Martin May, Klaus Dittmann und Jürgen Thormann (genial als Greis!) mit.

Seitens der Untermalung gibt es nichts Neues zu vermelden. Die Stücke sind passig eingesetzt und unterstreichen die Stimmung der jeweiligen Szenen. Bei den Geräuschen kam mir -und das heißt was, denn mir ist es an sich völlig egal, ob irgendwo ewig lang ein Hund kläfft- Dorothys Gebell nicht besonders authentisch, ja sogar nervig, vor. Und auch dieses Huhn hat Nervpotenzial.

Ja okay, die schwarze Sonne ist auf dem Cover wiederzufinden. Damit ist allerdings erstens auch der Eindruck flöten, den der Titel eventuell vermittelt: dass die schwarze Sonne auch eine unheimliche Erscheinung sein könnte. Außerdem frage ich mich, wo die Flügel sind? Ansonsten sieht das Motiv Dank der Lichtspielereien gut aus.

Fazit:  Zwei kleine Häkchen gibt es in meinen Augen. Da es aber eine nachvollziehbare und leicht verfolgbare Handlung gibt, sowie einen schön schaurige Passage, und ein wirklich sehr gutes Sprecherensemble, hat mir „Schwarze Sonne“ insgesamt sehr gut gefallen.

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