Pollution Police (01) – Das Gold im Bunker

Titel: Pollution Police (01) – Das Gold im Bunker / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Daniel Käser, Julia Fölster, Patrick Bartsch, Sascha Rotermund, Robert Missler, Kerstin Draeger ua

Inhalt: Die drei Freunde Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe „Pollution Police“ – kommen einer Bande von Schatzräubern auf die Spur, die im Fürstenwald unterirdische Sprengungen durchführen. Die Gauner haben es offenbar auf ein verschollenes Golddepot aus dem Zweiten Weltkrieg abgesehen und lassen sich durch nichts von ihrem Vorhaben abbringen. Ein Fall für die „Pollution Police“!


Pfadfinder. Kleine Weltverbesserer. Und dann „Pollution Police“…ich war ja sehr skeptisch. Ein Fähnlein Fieselschweif für Umweltschutz? Das wäre nicht mein Fall gewesen. Nach dem Hören muss ich nun sagen, dass die Geschichte um die Sprengungen im Wald und ihre Hintergründe wirklich gut und unterhaltsam ist. Es ist für kindgerechte Spannung gesorgt und die drei Kids von der „Pollution Police“ sind durch die Bank sympathisch und haben Dank manch frechem Spruch schnell Boden bei mir gutgemacht. Ich muss aber auch sagen, dass mir hier -speziell anfangs- zu sehr der moralische Zeigefinger geschwungen wird. Da frage ich mich dann jedes Mal, ob den Kindern von heute solche Botschaften wirklich so direkt vermittelt werden müssen, damit sie ankommen? Aber das war man vermutlich dem Thema „Pfadfinder“ schuldig. Womöglich wird da in Folge 2 ja etwas kürzer getreten. Das fände ich gut.

„Die kleinen Pfadfinder“ heißt es im Titellied. Doch kaum hatten die drei Hauptsprecher Daniel Käser, Julia Fölster und Patrick Bartsch die ersten Sätze gesprochen, da war klar: so klein sind Niklas, Melissa und Linus gar nicht mehr. Rein von den Stimmen her gehen sie gut als Jugendliche durch. Mir gefällt das und die drei Sprecher liefern eine überzeugende Leistung ab. In den Nebenrollen sind ua Sascha Rotermund, Kerstin Draeger und Bert Stevens zu hören. Dass hier nichts zu befürchten ist, dürfte klar sein. Konrad Halver als Erzähler dürfte für meinen Geschmack manchmal einen Zahn zulegen. Er spricht mir oft zu langsam.

Das Titellied kann sich hören lassen. Es ist frisch und munter und hat Ohrwurmqualität. Die übrige Untermalung geht ebenfalls völlig in Ordnung. Die Melodien unterstreichen die Stimmung der jeweiligen Szenen gut und sorgen so für Spannung und Atmosphäre.

Wer nach diesem Hörspiel ebenfalls gerne Pfadfinder werden möchte, der kann sich im Booklet darüber informieren, wie das funktioniert. Zudem findet man hier allgemeine Informationen rund um das Pfadfindertum.
Mit dem Skelett auf dem Cover wird an sich schon auf den ersten Blick deutlich gemacht, dass das Hörspiel nichts für die ganz Kleinen ist. Ein schönes Motiv, das berechtigt Hoffnung auf eine spannende Geschichte macht.

Fazit: Speziell anfangs war es mir hier zu viel Moral, doch die Geschichte an sich macht schon Laune. Schön spannend und mit einer erfrischend neu wirkenden Detektiv-Truppe. Ich bin auch Folge 2 gespannt.

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