TKKG (176) – Verbrechen im Rampenlicht

Titel: TKKG (176) – Verbrechen im Rampenlicht / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sascha Draeger, Niki Nowotny, Manou Lubowsky, Rhea Harder, Anton Sprick, Leonhard Mahlich ua

Inhalt: Als Gaby entdeckt, dass ihre Mitschülerin Celine heimlich bei einem Casting für die neue Action-Show „Try Hard – Kids ohne Gnade“ mitmacht, wittern TKKG sofort, dass hier etwas faul ist. Um hinter das Geheimnis der Show zu kommen, bewirbt sich auch Tim als Teilnehmer. Doch schon die erste Aufgabe ist mehr als heikel: Die Casting-Teilnehmer sollen nachts in die Lagerhalle eines Outdoor – Ausrüsters einsteigen und bestimmte Gegenstände stehlen! TKKG ermitteln und kommen einem fiesen Betrug auf die Spur…


Überall im TV wird gecastet und die meisten Castingshows sind zweifellos ein Verbrechen (am Zuschauer ;)).  Da castet man bei TKKG doch gleich mal mit und strickt eine Geschichte drum herum. Wenn man möchte, dann kann man der ReihFolge so immerhin bescheinigen, dass sie sich ein aktuelles und bei jungen Leuten beliebtes Thema vornimmt. Damit ist es in meinen Augen aber auch schon mit positiven Merkmalen dieser Folge. Zunächst mal ist die Idee schon sehr weit hergeholt. Ein Gangster-Duo auf Kandidatenfang in der Fußgängerzone? Teenies, die lange Zeit überhaupt nicht dahintersteigen, dass sie für ein Verbrechen benutzt werden? Bei dem, was sie hier tun müssen…so dumm können sie doch gar nicht sein. Als Hörer hat man dagegen im Nullkommanichts gepeilt, in welche Richtung hier der Hase läuft. Da hat Spannung keine Chance. Und was es soll, die Kowalski-Bösewichte mitmsichen zu lassen, habe ich auch nicht verstanden. Es wäre gut ohne sie gegangen. Zuletzt frage ich mich noch, seit wann bei TKKG Wert darauf gelegt wird, dass die Gefahren von zu viel Schokoladenkonsum aufgezählt werden, wieso plötzlich Vollkornkekse und Fruchtsalat aufgetischt zu werden um zu zeigen, wie gesunde Ernährung geht, und seit wann so platt und direkt gegen das Rauchen geschimpft wird? TKKG goes moralisch? Das wäre mir neu…und gefällt mir überhaupt nicht!

Seitens der Sprecher findet sich nichts weiter, was man auszusetzen haben könnte. In den Hauptrollen sind die üblichen Verdächtigen zu hören und auch in den weiteren Rollen ist soweit alles im grünen Bereich. Lediglich Anja Topf als Haushälterin hat mir nicht so sehr gefallen. Einfach weil immer von „der Dame“ die Rede ist, was für mich für eine ältere Frau spricht. Anja Topf klingt mir deshalb zu jung für diesen Part. Daran ändert es auch nichts, die Stimme auf kratzig-alt zu verstellen.

Musikalisch gibt es ebenfalls nichts zu vermelden. Weder im Guten, noch im Schlechten. Neben dem Titellied sind verschiedene Stücke zu hören, die die Geschichte begleiten, aber -in meinen Ohren- nicht dafür sorgen, dass Atmosphäre vermittelt wird. Alles klingt sehr austauschbar.

So wie die Kids auf dem Cover schauen, wird sofort klar, dass hier etwas im Busch ist. Doch das ist ja nun mal typisch für Serie. Von daher nicht gerade ein Aufmerksamkeit heischendes Motiv. Das einzige, was vielleicht interessant ist, ist dass Tim dabei mitmischt.

Fazit: Mit dem Thema „Casting“ nimmt die Reihe sich mit dieser Folge einem aktuellen Trend an. Davon abgesehen aber ein unspannender Fall, der in einigen Punkten noch unrealistischer ist, als man es von der Reihe ohnehin kennt.

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