Das Labyrinth der Träumenden Bücher (Walter Moers / Andreas Fröhlich)

Titel: Das Labyrinth der Träumenden Bücher / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 882 min (2 mp3-CDs) / Buch: Walter Moers / gelesen von: Andreas Fröhlich

Inhalt: Das Labyrinth der Träumenden Bücher spielt wieder auf dem phantastischen Kontinent Zamonien, in der Stadt Buchhaim, wo Hildegunst von Mythenmetz, der schriftstellernde Lindwurm, seinen Zuhörern einen weiteren Teil seiner abenteuerlichen Autobiografie erzählt.


Ich hätte auf meine Bedenken hören sollen, die mir sagten, dieses Hörbuch besser unbeachtet zu lassen. Denn schon die allgemeine Begeisterung für den Vorgänger „Die Stadt der träumenden Bücher“ hatte ich nicht teilen können. Als Buch-Liebhaber hatte ich mich aber verpflichtet gefühlt. So ähnlich muss es auch beim „Labyrinth“ gewesen in. Ich kannte den ersten Teil, da hat mich auch der zweite zu interessieren.
Anfangs habe ich Hildegunst Erzählungen auch noch ganz interessiert zugehört. Sprachlich ist die Geschichte wirklich hörenswert und es ist tatsächlich ganz nett, Details vom ersten Teil wiederzufinden. Aber ich brauche keine ewig lange Nacherzählung! Ich will auch der Welt von Zamonien keineswegs absprechen, dass sie phantasievoll und liebevolle und vor allem detailverliebt erdacht ist. Doch genau diese Detailverliebtheit ist der große Knackpunkt. Denn damit wird hier so sehr übertrieben, dass man irgendwann ganz automatisch abschaltet. Ich musste mich schwer zusammenreißen, Hildegunst blumigen Schilderungen weiterhin zu folgen.Rückblickend denke ich, man kann bequem mal einen (oder auch mehrere) Tracks überspringen, ohne beim weiteren Hören Verständnisprobleme zu haben. Es zieht sich, plätschert undramatisch dahin und so will und will eben auch keine Spannung aufkommen. Und das über 882 Minuten! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Zuletzt sei noch erwähnt, dass ich auch den Witz lange gesucht und dann schließlich aufgegeben habe.Ich komme auch mal 14undetwas Stunden ohne Lachen klar.

Dieses Werk wird von Andreas Fröhlich zu Gehör gebracht. Er wenigstens braucht sich nichts vorwerfen zu lassen. Ihm gelingt es sogar, eine gewisse Lebendigkeit in die Geschichte zu bringen. Davon abgesehen hat er zahlreiche Stimmen für die Charaktere auf Lager. Die dürftige Story kann er aber selbst mit dieser sehr guten Sprecherleistung nicht aufwerten.

Die Aufmachung des Hörbuchs ist vom Feinsten. Ein Digipack in einem Schuber, äußerlich gestaltet wie die Buchvorlage, und von ihnnen ebenfalls mit Zeichnungen einiger Wesen aus Hildegunsts Welt verschönert. Zudem findet man hier einige Fakten über Andreas Fröhlich und natürlich eine kurze Zusammenfassung (Sieh an! Es geht doch auch kurz!) der Geschichte.

Fazit:  Was soll ich lange drum herum reden? Langweilig. Das trifft es in einem Wort.

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