Rebellen der Ewigkeit (Gerd Ruebenstrunk / Jacob Weigert)

Titel: Rebellen der Ewigkeit / Verlag: Jumbo, GoyaLibre / Spielzeit: ca. 312 min / 4 CDs / Buch: Gerd Ruebenstrunk / gelesen von: Jacob Weigert

Inhalt: Der internationale Konzern Tempus fugit handelt mit Zeit. Jeder kann mithilfe dieser Firma Lebenszeit kaufen und verkaufen. Doch ist die dafür entwickelte Technologie wirklich so ungefährlich, wie Tempus fugit behauptet? Oder gibt es bereits Risse in der Realität, die so verheerend sind, dass sie die Welt über kurz oder lang ins Chaos stürzen, wie es die Geheimorganisation „Rebellen der Ewigkeit“ prophezeit? Als der gesamte Zeitvorrat gestohlen wird, beauftragt Tempus fugit die Detektivin Karelia, dem Diebstahl auf den Grund zu gehen. Sie engagiert die beiden 16-jährigen Helfer Willis und Valerie. Bei ihren Recherchen wird ihnen klar, dass sie den Zeithandel gemeinsam mit den Rebellen unterbinden müssen. Doch dazu müssen sie erst einmal die verschollenen Zeitvorräte aufspüren.


Auf Gerd Ruebenstrunk bin ich durch die „Arthur“-Reihe aufmerksam geworden, die mir gut gefällt. Entsprechend neugierig war ich auf die „Rebellen der Ewigkeit“. Diese Geschichte richtet sich an eine etwas ältere Hörerschaft, etwa ab den Teenageralter. Die Idee, dass eine Gesellschaft mit Lebenszeit handelt, sie von Leuten aufkauft, die dringend Geld benötigen, hat mir gut gefallen. Ein wenig erinnert sie mich zwar an Momo und vor allem die Grauen Herren, wirkt in Gerd Ruebenstrunks Geschichte aber professioneller und wissenschaftlicher. Nach dem Hören blieb bei mir das Gefühl zurück, eine sehr einfache Geschichte gehört zu haben. Nicht inhaltlich, denn da ist „Rebellen der Ewigkeit“ wirklich spannend, sorgfältig durchdacht und schickt eine ganze Reihe mehr oder minder (je nachdem welche Rolle sie spielen) symapthische Charaktere ins Rennen. Es ist durchgängig was los und Langeweile kommt hier zu keiner Minute auf. Einfach in dem Sinne, dass alle physikalischen und sonstwie wissenschaftlichen Erklärungen absolut verständlich und nachvollziehbar ausfallen. Eben so, dass auch jüngere Hörer sich unter diesen an sich hochkomplizierten Vorgängen leicht etwas vorstellen können. Das finde ich wirklich klasse und es beweist, dass auch anspruchsvolle Themen so aufbereitet werden können, dass jeder sie versteht.

Jacob Weigert hat auch schon die „Arthur“-Hörbücher gelesen, er scheint im Kinder- und Jugendbereich Gerd Ruebenstrunks Stamm-Sprecher zu sein. Ich höre ihn immer wieder gerne, da er eine angenehme Stimme hat und man ihm irgendwie anhört, dass er für junge Leute liest. Er liest schön locker und schafft es dabei gut, die verschiedenen Stimmungen in der Geschichte an den Hörer weiterzugeben. Mit dezent verstellter Stimme verleiht er den Charakteren außerdem markante Stimmen.

Die Zahnräder auf dem Cover passen gut zur Geschichte, denn solche Rädchen findet man in Uhrwerken vor. Das Auge deute ich so, dass jemand die Zeit gut im Blick hat und -jedenfalls in der Geschichte- darüber verfügt. Die beiden Gestalten in der Pupille könnten für die Rebellen gegen diese Zeitverwaltung stehen. Ein ungewöhnlich helles Motiv, aber sonst passend zur Geschichte.

Fazit:  Eine spannende Geschichte, der eine interessante und ausgefallene Idee zugrunde liegt. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass Gerd Ruebenstrunk zahlreiche an sich komplexe Themen und Elemente eingenaut hat, sie aber so beschreibt, dass auch die Kids sie leicht verstehen können.

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