Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (07) – Whisky in den Wolken

Titel:  Dr. Dr. Augustus van Dusen (07) – Whisky in den Wolken / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Friedrich W. Bauschulte, Klaus Herm, Alexander Kerst ua.

Inhalt: Sir Hector McMurdock, Clanchef im schottischen Hochland, will in seinem Ballon den Atlantik überqueren und Amerika erreichen. Doch schon beim Start explodiert der Ballon – Sir Hector stirbt. „Mord!“ meint Professor van Dusen. Unbeirrt forscht er nach, und während eines Gastmahls auf Schloss Glenmore, bei Haggis, Blutsuppe und Whisky, begleitet von Dudelsackklängen, nennt er den Namen des Täters, mit dem niemand gerechnet hat. Damit ist der Fall jedoch noch nicht zu Ende …


van Dusen uns Hatch sind immer noch auf Reisen. In dieser Folge weilen sie in Schottland, und das macht die Geschichte auch sehr deutlich. Mit Dudelsackmusik, ekelerregende Einblicke in die schottische Küche, Abneigung zwischen den Clans, Schilderungen der landestypischen Kleidung und und und. Da ist ein herber Kontrast zu van Dusen und Hatch. Für meinen Geschmack stehen Dudelsack und Kilt -bildlich gesprochen- den beiden nicht. Mir ist es zu viel Lokalkolorit, der der Geschichte einen guten Teil des typischen van Dusen-Charms nimmt. Dem Fall um den mysteriösen Mord habe ich nichts vorzuwerfen. Der ist solide wie man es von der Reihe kennt und van Dusen löst ihn mit der bekannten Intelligenz und der vertrauten Spur von Überheblichkeit, aber auch von leisem Humor. Wird es übrigens Tradition, dass ein Charakter mit einem immer gleichen Ausspruch nervt? In der vorigen Folge „Aber Oscar!“ und hier nun „Gott verdamme sie!“.

In den Hauptrollen sind natürlich Friedrich W. Bauschulte und Klaus Herm zu hören, die auch in dieser Folge sehr gute Arbeit leisten. Alexander Kerst ist in einer Doppelrolle zu hören. Er spricht beide McMurdock-Brüder, die verschiedener nicht sein könnten. Das hört man ihm auch gut an. Amüsiert habe ich mich über Herbert Weißbachs Interpretation von Dudelsackspieler Angus, der sich ziemlich trottelig anhört. Witzig!

Ja, Dudelsackmusik gehört zu Schottland. In gesunden Maßen habe ich dagegen auch nichts einzuweden. Ich kann diese Musik durchaus mal hören. Doch in dieser Folge ist es mir eindeutig zuviel des Guten damit. Anfangs verleiht es der Geschichte noch landestypisches Flair, doch in der Masse bleibt diese Wirkung auf der Strecke.

Das Cover stellt McMurdocks Ballon wortwörtlich in den Mittelpunkt. Der Ballon passt gut zum Titel. Eingefasst wird das Motiv wie gehabt von dem Rahmen mit dem filigranen Muster und den Puzzlestücken. Selbst für diese Serie ein schlichter Look, aber passig.

Fazit:  Der Fall ist in Ordnung, eben typisch van Dusen. Solide und mit humoriger Cleverness aufgelöst. Mir war es jedoch zu viel Schottland, wobei der liebgewonnenen Charme der Reihe auf der Strecke bleibt. Nichts gegen weitere Reisen des Professors und Hatch, aber etwas weniger Folklore tut es auch.

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