Die Elfen (04) – Der Fluch des Schicksalswebers

Titel: Die Elfen (04) – Der Fluch des Schicksalswebers / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Dagmar Dreke, Martin May, Tilo Schmitz, Simona Pahl ua

Inhalt: Die Festung Phylangan ist gefallen! Die Trolle haben ihren ehemaligen Königssitz zurückerobert und die Elfenkönigin Emerelle wurde von ihren Getreuen in Sicherheit gebracht. Um der Königin habhaft zu werden, schickt die Trollschamanin Skanga ihre Späher, die geisterhaften Yingiz, die Emerelles Fährte bis ins Fjordland zur Menschensiedlung Firnstayn folgen. Herzog Dumgar und der Rudelführer Orgrim erhalten den Auftrag, die Elfenherrscherin zu stellen koste es, was es wolle ..


Bernhard Hennens „Elfen“-Saga geht bei Folgenreich in die vierte Runde. Bisher konnte mich diese Serie mit keiner Folge so wirklich begeistern. Dieser hier halte ich immerhin zu Gute, dass man keine ewig langen Schlachten-Szenen geboten bekommt, sondern eine durchgängige und griffige Handlung. Für meinen Geschmack vermittelt solch eine Geschichte deutlich mehr Atmosphäre und Spannung als ständige brüllende und schwertklingende Kämpfe. Entsprechend angenehm war ich dann auch von dieser Episode überrascht, da speziell die Stimmungen der einzelnen Szenen sehr deutlich und greifbar rüberkommen. Das gilt vor allem für die Passage, in der die Menschen bei klirrender Kälte auf der Flucht sind. Da schaudert man bei Hören ganz automatisch. Es bleibt aber trotzdem dabei, dass mich die Geschichte nicht mitzureißen vermag. Dadurch dass sie sehr komplex ist wirkt sie auf mich auch recht behäbig. Fans dieser Art Fantasy schätzen das sicher, mir fehlt es hier schlichtweg an Schwung.

An den Sprechern liegt das allerdings ganz klar nicht, denn in dieser Hinsicht bekommt man hier durchweg klasse Leistungen geboten. Dagmar Dreke ist mir in dieser Folge besonders aufgefallen, da sie Asla mit solcher Intensität spricht, dass man ihre jegliche Stimmung sofort abnimmt. Andreas Mannkopff übernimmt den Part von Ole Ragnarsson und lässt ihn ausgesprochen lebendig und engagiert klingen, und mit beispielsweise Tilo Schmitz und Frank Felicetti sind auch auf Seiten der Trolle großartige Sprecher zu hören.

Dem Soundtrack kann man ebenso wenig einen Vorwurf machen. Mit großen und eindrucksvollen Musikstücken kommt hier echtes Fantasy-Flair auf, daran gibt es nichts zu rütteln. Leisere Stücke helfen der Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge. Auch die Geräuschkulisse ist ohne Zweifel vom Feinsten. Wenn es alleine damit und mit den Sprechern getan wäre….

Dem Covermotiv nimmt man Dank der Düsternis und dem Gesichtsausdruck des Menschen sofort ab, dass sich auf der CD dahinter eine eher ruhige, aber doch bewegende Story verbirgt. Im Booklet findet man neben den Sprecherangaben noch einen Text von Autor Bernhard Hennen, in dem er einen kleinen Einblick in seine Recherchen gewährt.

Fazit:  Inhaltlich für mich einen Tacken besser als die Vorgänger. Trotzdem ist dies ganz klar nicht meine Richtung Fantasy, und auch diese Folge hat nichts an sich, was das ändern könnte.

 

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