Sandor (02) – Abenteuer in Transsilvanien

Titel: Sandor (02) – Abenteuer in Transsilvanien / Verlag: Glückschuh Verlag / Spielzeit: ca. 78 min / Buch: Dorothea Flechsig / gelesen von: Nicolas A. Böll

Inhalt: Sandor ist eine sprechende Fledermaus mit einem Knick im linken Ohr. Der Junge Jendrik ist sein bester Freund. Gemeinsam finden sie einen Schatz. – Vom Finderlohn fahren sie nun gemeinsam in den Urlaub. Natürlich in Sandors Heimat: Nach Transsilvanien. Schon die Anreise ist spannend. In Transsilvanien angekommen, beginnt das wahre Abenteuer! Sandor und Jendrik verfolgen einen Dieb. Sie durchstreifen Kirchenburgen, Geheimgänge und dunkle Wälder. Doch dann nimmt ihre Verfolgungsjagd eine überraschende Wendung.


Jendricks Familie tritt den Urlaub in Transsilvanien an. Mit dabei natürlich auch die gewitzte Fledermaus Sandor. Drehte sich die erste Episode noch überwiegend um das Kennenlernen zwischen Jendrik und Sandor und ihre Freundschaft, so spielt hier das titelgebende Abenteuer die größte Rolle. Jendrik und Sandor bekommen es mit bewaffneten Personen und einem weithin gesuchten Dieb zu tun, auf dessen Spur sie sich begeben. Zwischen den zahlreichen Burgen und den finsteren rumänischen Wäldern suchen sie nach ihm. Das ist ausgesprochen spannend und hier und da auch kindgerecht schaurig. Denn mit Sandor ist es immer auch spaßig, so dass der Bogen in Sachen Schauergeschichte nie überspannt wird. So ganz nebenbei lernt man in diese Folge auch eine ganze Menge über Rumänien, seine Geschichte und die Landschaft. Ebenso wird ein Einblick in der Leben vieler Menschen dort gewährt. Sehr schön passig auf die junge Hörerschaft zugeschnitten übrigens: nicht so drastisch wie eine Erzählung für Erwachsene es tun würde, aber in Punkten, mit denen auch Kinder etwas anfangen und woraus sie Schlüsse ziehen können. Geärgert habe ich mich über zwei Aussprüche gegen Anfang. Wieso bitte sind Enten dick und dumm? Und wieso nennt man die freilebenden Hunde Rumäniens eine Plage? Dafür bin ich wohl ein zu großer Tierfreund, um darüber nicht zu „stolpern“.

Natürlich bringt Nicolas A. Böll auch diese Folge zu Gehör. Erneut mit dem unüberhörbaren Spass und einer ganzen Reihe eindeutiger und phantasievoller Stimmen für die Charaktere. Ich muss immer wieder grinsen, wenn er für Sandor mit der Zunge schnalzt und keckert. Goldig!

Wer Sandor aus Folge 1 noch nicht kennt, der hat beim Titellied alle Gelegenheit, sich schon mal einen guten Eindruck von ihm zu machen. Es ist relativ lang und erzählt einiges über den Abendsegler mit dem Knickohr. Den Musical-Stil muss man mögen, aber dann macht er Laune.

Damit seine Kumpels es glauben, lässt sich Sandor am Ende der Geschichte von Jendrik vor transsilvanischer Kulisse fotografieren. Ein solches Bild könnte also auch das Covermotiv sein. Ein vergnügter Sandor vor einer finsteren Burg. Das passt prima zur Geschichte.

Fazit:  Mir hat „Abenteuer in Transsilvanien“ noch einen Tacken besser gefallen als die erste Episode. Einfach weil der Fall für Jendrik und seinen flatternden Freund noch eine Spur spannender ist und vor einer schönen, manchmal leicht unheimlichen Szenerie spielt.

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