Die drei ??? (153) – und das Fußballphantom

Titel: Die drei ??? (153) und das Fußballphantom / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Warczeck, Andreas Fröhlich, Rüdiger Schulzki, Christopher Arndt ua

Inhalt: Das Fußballstadion brodelt. Die Los Angeles Hawks spielen gegen die Philadelphia Tornados um den amerikanischen Highschool-Meisterschaftstitel. Peter gerät durch eine Fehlvermittlung zufällig in ein fremdes Handygespräch. Was er mithört, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren. Unversehens müssen die drei ??? einem gefährlichen Erpresser das Handwerk legen. Werden sie die seltsamen Rätsel des Fußballphantoms lösen können? Sie müssen. Das Leben eines Menschen draußen auf dem Spielfeld hängt davon ab.


Die Voraussetzungen waren gar nicht schlecht. Nach „Skatebardfieber“ konnte das „Fußballphantom“ nur besser werden. Das ist es auch. Immerhin ist hier von Anfang her ein Fall gegeben, der gelöst werden will. Ein Erpresse droht damit, einen jugendlichen Fußballspieler zu erschießen, wenn dessen Vater den Forderungen nicht nachkommt. Das ist so ja gar nicht mal schlecht. Wenn…ja wenn, sie nicht durch einen sehr unglaubwürdigen Zufall an diesen Fall geraten würden. Denn Peter verwählt sich bei einem Anruf ganz einfach und landet in der Leitung mit dem Erpesser und seinem Opfer, das ihn geistesgegenwärtig in eine Konferenzschaltung aufnimmt. Welch ein Zufall aber auch! Aber gut, da ist also nun der Fall und die Jagd auf den Erpresser nimmt ihren Lauf. Für die Ermittlungen kann man verschiedenen Dingen und Tatsachen dankbar sein: dem wandelnden Lexikon Justus, dem Telefon und dem Internet. Zum Beispiel. Vielleicht bin ich altmodisch, aber das sind für mich keine sinnigen Ermittlungen, sondern eine Aneinanderreihung glücklicher Umstände eben bis hin zur Auflösung. Die ist übrigens auch vom Feinsten! Darüber kann man entweder den Kopf schütteln, oder aber sich ärgern, dass hier etwas geboten wird, das sich zuvor nicht mal im Ansatz angedeutet hat. Ich rate zum Kopfschütteln. Spannend klingt für mich jedenfalls anders.

Was die Sprecher anbetrifft gibt es dagegen nichts zu bemängeln. Die drei Hauptsprecher würden wohl nicht mal bei den hanebüchensten Vorlagen aus der Rolle fallen. Till Demtröder gibt einen angemessen fies klingenden Erpresser, und Rüdiger Schulzki nimmt man den verzweifelt bemühten Vater leicht ab.

Hat Fußball in den USA wirklich diesen Beliebtheitsgrad, das ein Spiel zwischen zwei Universitäten in Sachen Geräuschkulisse seitens des Publikums mit einem ordentlichen Bundesligaspiel mithalten kann? Ich weiß es nicht, habe aber gewisse Zweifel. Davon abgesehen wird in Sachen Geräusche aber die gewohnte solide Kost geliefert. Und auch bei den Musikstücken ist mir keines negativ aufgefallen.

Es gibt im Hörspiel tatsächlich eine Szene, in der auf den Ball geschossen und somit logischerweise zuvor darauf gezielt wurde. So kann man dem Cover einen erkennbaren Zusammenhang mit der der Story bescheinigen.

Fazit:  Immerhin ein Fall mit gewohntem Ablauf, wenn auch mit einem arg unglaubwürdigen Aufhänger und Ermittlungen, die in meinen Augen keine sind. Aber die Folge hat mich wenigstens nicht in totale Verwirrung gestürzt. Von daher einen Hauch besser als der Vorgänger.

1 Comment

Add a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: