Point Whitmark (36) – Geschöpf der bösen Träume

Titel:  Point Whitmark (36) – Geschöpf der bösen Träume / Verlag: Decision / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Kim Hasper, Sven Plate, Gerrit Schmidt-Foss, Bert Stevens, Karin Buchholz ua

Inhalt: Etwas Unerklärliches geschieht im Haus in der William-Prescott-Road. Jay will und kann es nicht glauben, aber seine Mutter scheint wahrhaftig von einer dämonischen Spukgestalt besessen zu sein. Zudem geht ein plötzlicher Verehrer bei ihnen ein und aus, dessen gefährlichem Charme die verängstigte Mrs Lawrence immer mehr verfällt. Ist besagter Maurice Micklewhite gar schuldig am tragischen Unfall einer jungen Frau in der Nachbarschaft? Tom und Derek setzen alles daran, zu helfen, aber die Zeit rinnt ihnen davon. Auf der Spur der verschwundenen Toten wird auch Jay zum Opfer des teuflischen Nachtmahrs.


Ich denke nach mittlerweile schon drei wieder sehr ordentlichen Folgen -diese hier eingeschlossen- kann man der Serie ruhigen Gewissens bescheinigen, dass sie sich gefangen hat. Weg von den allzu abgedrehten und verschaltelten Geschichten hin zu Fällen wie diesem, der erneut erfreulich geradlinig verläuft, so dass man als Hörer gut folgen kann und nicht irgendwann das Gefühl hat, nicht mehr durchzublicken. Bei der Sache sein sollte man natürlich trotzdem, denn dafür ist es schließlich ein Jugendkrimi in dem die drei Jungs einem weiteren Rätsel auf der Spur sind und Ermittlungen anstellen. Selbstverständlich kommt keine Folge der Reihe ohne ein gruseliges Element aus. Hier ist es ein Nachtmahr, der Jays Mutter zusetzt. Mir hat diese mystische Figur gefallen, da sie mal etwas anderes ist. Eine Gestalt, die einem nicht in jeder zweiten Schauergeschichte begegnet. So ist auch für einige unheimliche Szenen gesorgt. Diese wären allerdings sicher noch stimmungsvoller gewesen ohne das Geschrei von Jays Mutter. Doch dazu später, denn grundsätzlich hat es mir gefallen, sie auch einmal in der Serie anzutreffen. Erfreulich ist ebenso, dass es endlich, endlich mal wieder eine Passage gibt, die im Leuchtturm beim Sender spielt. Sogar die kultige Kröte ist zu hören. Wenn ich in der nächsten Folge auch mal wieder auf Vater Callahan treffen würde, wäre ich ausgesprochen glücklich 😉

Was die drei Hauptsprecher anbetrifft muss man sich nie Sorgen machen. Sie meistern ihre Rollen auch in dieser 36. Folge souverän wie eh und je. Ich finde jedes Mal auf’s Neue, dass sie gut zueinander passen und sich ergänzen. Mit Karin Buchholz alias Mrs. Lawrence konnte ich mich dagegen nicht anfreunden. Abgesehen davon, dass sie mit  ihrem albtraumgeplagten Geschrei derbe an meinen Nerven gezerrt hat, so ist es ihr obendrein nicht gelungen, mir diese Person sympathisch zu machen mit der schnippischen Art. Und irgendwie finde ich, die Familien der Hauptcharaktere sollten schon sympathisch sein. In jeder Folge trifft man auf einen etwas schrägen Charakter. Für mich war es hier Maurice Micklewhite, dem Bert Stevens seine Stimme leiht. Mit hektischer und ab und zu „schleimiger“ Redeweise verleiht er ihm diese leicht seltsame Art.

Musikalisch lässt sich diese Folge ebenfalls nichts zu Schulden kommen. Die Titelmelodie gehört für mich immer noch zu den schönsten, die ich im Hörspielbereich kenne. Während der Handlung sind weitere stimmungsvolle Stücke zu hören, die für Atmosphäre sorgen. Und der Geräuschkulisse gelingt es, das Geschehen zusätzlich vorstellbar zu machen.

Als ich das Cover zum ersten Mal sah, dachte ich: dieses Vieh kennst du doch! Und tatsächlich empfinde ich das Ungeheuer als ziemlich zusammengewürfelt. Die Hörner der Kreatur aus Folge 9, die Augen der Nebelgestalt aus Folge 8 und der Schrenschnitt-Stil bzw die Haltung vom Hexenmeister aus Folge 13. Mir kommt der Finsterling außerdem zu groß vor, wenn man hört, wo er sich in der Geschichte des Nachts niederlässt.

Fazit:  So darf es gerne weitergehen in Point Whitmark. Ein spannender und nachvollziehbarer Fall mit schauerlicher Würze, der erfreulicherweise einen Schritt zurück in den Leuchtturm macht. Wie gessagt, wenn jetzt noch Vater Callahan mal wieder mitmischen würde…

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