Gruselkabinett (63) – Besessen

Titel: Gruselkabinett (63) – Besessen / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Roman Wolko, Tobias Lelle, Kai Taschner, Gabrielle Pietermann ua

Inhalt: Dom Vincente da Lusto hat eine illustre und äußerst amüsierwillige Gesellschaft in sein Schloss an der West-Küste Afrikas geladen. Misstrauisch beäugen die Eingeborenen die ankommenden fremden Weißen. Mit dem Vollmond zieht unerwartet das Grauen im Schloss und der gesamten Gegend ein…


Eine Geschichte, die in Afrika spielt. Das ist nicht gerade das Sprungbrett in meinen CD-Player. Ich ziehe andere Länder klar vor. Trotzdem war ich nach „Rappaccinis Tochter“ neugierig, ob es in dieser Folge wieder schauerlicher zugeht. Das Cover lässt ja darauf hoffen. Und ich bin nicht enttäuscht worden, auch wenn mit dem Thema „Werwolf“ hier eine sehr gängige Gruselgestalt im Mittelpunkt steht. So ist zunächst für Spannung und auch ein wenig Grusel gesorgt. So wie man es vom „Gruselkabinett“ eigentlich auch kennt. Man wird bei der Frage, wer hinter den Greueltaten steckt eine ganze Weile an der Nase herumgeführt Später dann bekommt die Geschichte auf gewisse Weise auch einen menschlich-dramatischen Einschlag, denn der Werwolf hier ist keine grundböse Kreatur. Hinter seiner Erscheinung, der immer widerkehrenden Verwandlung steckt ein trauriges menschliches Schicksal. Mir ist außerdem aufgefallen -womöglich weil „Rappaccinis Tochter so ruhige Tönse anschlug?-, dass in dieser Folge richtig gut was los ist. Diese Prise Action steht der Geschichte gut und hat bei mir dafür gesorgt, dass mich die Handlung noch mehr fesseln konnte. Das passt sicher nicht zu jeder Story, hier aber schon! Die Auflösung bzw Erlösung des Besessenen kam mir ziemlich einfach gestrickt vor. Es hätte doch eine so viel fulminatere Möglichkeit gegeben… Aber gut, der arme Besessene hat mir ja schon leid getan. Von daher sei es ihm gegönnt.

Roman Wolko hat mir in der Rolle des jungen Pierre prima gefallen. Er vermittelt ein symapthisches Bild dieses Charakters, dessen Erzählung ich gerne gefolgt bin. Tobias Lelle alias de Montour konnte mich ebenfalls überzeugen. Seine Stimme passt gut zu dieser Figur und es gelingt ihm sowohl die harte Seite dieses Charakters aufzuzeigen, aber auch in den Szenen glaubhaft zu sein, die sich mit seinem Schicksal befassen. Kai Taschner schließlich übernimmt den Part von Gastgeber Dom Vincente da Lusto und klingt der Position dieser Person angemessen energisch.

In Sachen Musik kann man der Serie ein weiteres Mal nichts vorwerfen. Stimmungsvolle Stücke sind zu hören, die der Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge helfen. Eine gelungene Mischung aus klassisch schauerlichen Melodien und Stücken, die sich auch in einem Gruselfilm von Heute hören lassen könnten.

Das Covermotiv verrät natürlich sofort mit welcher Art Kreatur es Pierre und die anderen Charaktere auf dem Schloss zu tun haben. Ansonsten hätte man vielleicht noch etwas länger rätseln können, ob nicht doch ein Leopardenmensch hinter den Angriffen steckt. Zur Story passt dieses Motiv aber natürlich, von daher geht es schon in Ordnung.

Fazit:  Eine Werwolfgeschichte an einem -für solche Storys- exotischen Schauplatz. Dem Gruselfaktor schadet das aber nicht. Zudem wird hier ganz gut Action geboten, was die Folge aus den anderen Episoden der Reihe heraushebt. Mir hat die Folge gut gefallen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: