Die drei ??? (154) – Botschaft aus der Unterwelt

Titel: Die drei ??? (154) – Botschaft aus der Unterwelt / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Warczeck, Andreas Fröhlich, Fabian Harloff, Wolfgang Draeger ua

Inhalt: Dank seiner unfehlbaren Kombinationsgabe hat Justus Jonas wieder einmal einen Fall der drei ??? im Handumdrehen gelöst. Doch kaum ist die Akte geschlossen, bekommen die drei Detektive Post von einem mysteriösen Klienten. Er benennt sich selbst nach Sherlock Holmes großem Erzfeind „Professor Moriarty“ und beauftragt Justus, Peter und Bob, für ihn eine geheimnisvolle Botschaft zu entschlüsseln. Schon bald müssen die drei ??? erfahren, dass sie Figuren in einem gefährlichen Spiel sind: Onkel Titus wird verhaftet, Inspektor Cotta ist unerreichbar – und Moriarty scheint stets einen Schritt voraus zu sein. Aber Justus wäre nicht Justus, wenn er die Herausforderung nicht annehmen würde!


Ein Fall, der mit dem Ende eines zuvor aufgeklärten Falles beginnt. Ich muss zugeben, ich habe beim ersten Kapitel gedacht, die Track-Reihung stimmt nicht. Doch das stellte sich dann glücklicherweise als Irrtum heraus. Im Großen und Ganzen kann ich über diese Folge nichts Schlechtes sagen. Klar, es ist mal wieder ein Rätsel. Natürlich, wahrscheinlich muss man bereits 153 Fälle vorher gehlöst haben um halbwegs zügig dabei durchzusteigen, aber gut, das haben die drei aus Rocky Beach ja schließlich auch. Erfreulicherweise brilliert auch nicht nur Justus als einziger, sondern seine Kollegen tragen ebenfalls einiges dazu bei, und es ist auch nicht nur Kommissar Zufall zu danken, dass der Fall schließlich aufgelöst wird. Die drei recherchieren tatsächlich. Ob es nun so einen Fall braucht, in dem Justus als Holmes quasi gegen den Moriarty von L.A. antritt, will ich mal offen lassen. Ich bin kein Holmes-Fan, aber Anhänger der Geschichten um den Meisterdetektiven wird das vermutlich gefallen. Gestoßen habe ich mich hauptsächlich an „Kleinigkeiten“. Justus auf einem Motorrad? Peter wird mit Chloroform betäubt und am nächsten Tag geht man zur Tagesordnung über als wäre nichts passiert? Justus „operiert“ mal eben so an Peter herum? Aber bitte, vielleicht ist das ja alles als Gag gemeint. Mich hat es mehr erstaunt als amüsiert, und das nicht eben im positiven Sinne.

Die Sprecherliste ist lang und durchweg sehr ordentlich geraten. Lediglich Doris Maria Kaiser konnte mich als Nachbarin nicht wirklich überzeugen. Davon abgesehen gibt es nichts zu beanstanden. Die drei Hauptsprecher sind weiterhin gut in Form, und auch Urs Affolter als Mr. Grey kann sich hören lassen. Bei ihm hat es mir sehr gefallen, dass er nicht klingt wie der typische Bösewicht, sondern intelligent und gar nicht mal so unsympathisch.

Der Musik ist ebenfalls anzuhören, dass sich hier eine Folge mit Zusammenhang mit Holmes im Player dreht. Ältere, aber gerade deshalb schöne und angenehm auffallende Stücke sind zu hören. Kein Vergleich zum 0815-Geschrammel, das man sonst so oft zu hören bekommt.

Um etwas zu hören, was das Covermotiv erklärt, muss man sich bis zum Ende der Geschichte gedulden. Und selbst dann braucht man noch mächtig Phantasie. Eben wieder mal ein Cover, bei dem ich finde, dass es etwas anderes verspricht als die Folge nachher hält.

Fazit:  Wenn man damit leben kann, dass es mal wieder ein Rätsel zu lösen gibt, dann kann man mit der Folge eigentlich zufrieden sein. In jedem Fall ein großer Schritt voran. Die von mir angesprochen Details finde ich allerdings nachwievor zum Kopfschütteln.

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