The return of Captain Future (01) – Die Rückkehr von Captain Future

Titel: The return of Captain Future (01) – Die Rückkehr von Captain Future / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Jürgen Dittberner, Marie Bierstedt, Klaus Dittmann ua

InhaltSeit drei Jahren ist Captain Future, alias Curtis Newton, mit seinen Freunden Simon Wright, Otto und Greg verschwunden und keiner glaubt mehr daran, dass sie jemals zurückkehren werden. Und doch sind dunkle Schatten im verwaisten Labor im Krater des Tycho zu sehen. Schatten, die etwas Beängstigendes in sich tragen. Als Joan Landor und Ezella Garnie hinauf zum Mond fliegen um endgültig Abschied zu nehmen, ahnen sie nicht, dass die Schatten nur der Anfang sind. Plötzlich schweben sie in Lebensgefahr und drohen für immer ihre eigene Identität zu verlieren.


Ich muss im Vorfeld kurz erwähnen, dass ich weder die alten CF-Hörspielserie kenne, noch je ein CF-Buch gelesen habe. Mir wurde nämlich gesagt, dass die TV-Serie -mein einziger Bezug zu CF- mit der Buchvorlage nicht mehr viel zu tun hat, und dass sich diese neue Reihe halt nach den Büchern richtet. Ich finde aber nicht, dass ich mit falschen Voraussetzungen an diese Serie gegangen bin, denn auf dem Cover prangt dick die Ankündigung, dass man die Originalsprecher und Originalmusik der TV-Serie zu hören bekommt. Daher kann ich nicht finden, dass meine Erwartungshaltung total falsch war. Ich will der Geschichte jetzt auch nicht absprechen, dass die Handlung uninteressant und im Grunde inhaltlich auch spannend ist. Nur bei mir kan zumindest von der Spannung so gut wie nichts an. Über dem gesamten Hörspiel liegt für mich eine geradezu erstaunliche Ruhe. Selbst in solch dramatischen Momenten wie dem, als diese finstere Kreatur Joan übernimmt, habe ich keine Dramatik dabei empfunden. Alles zieht sich in Gemütsruhe dahin. Und wenn man dann -wie ich- die TV-Serie im Kopf hat, dann ist man mindestens verblüfft. Ich habe extra noch mal ein paar Folgen angeschaut, aber in jeder war mehr los als hier.

Einen Teil Mitschuld an dieser „Ruhe“ trägt in meinem Falle der häufige Einsatz des Erzählers Helmut Krauss. Ja, ich weiß, es ist (bzw soll ein) inszeniertes Hörbuch (sein), da gehört ein nahezu allgegenwärtiger Erzähler dazu. Trotzdem hätte es für meinen Geschmack gerne weniger sein dürfen. Und vor allem hätte er sich solche Sätze wie „sagte die junge Frau.“ am Ende einer Aussage von Joan sparen können. Ich höre schließlich, was sie sagt. Oder wenn es schon sein muss, dann auch konsequent bei allen Charaktere und immer. Die übrigen Sprecher machen ihre Sache prima und es ist natürlich klasse, eine ganze Reihe Stimmen von damals auch in der heutigen Reihe wiederzuhören. Natürlich hört man, dass sie älter geworden sind. Das ist aber ganz normal und für mich kein Grund für Kritik. Man sollte sich da als Fan einfach freuen, dass Highscore Music Wert darauf gelegt und sich diese „Mühe“ gemacht hat.

Das Wiederhören mit der alten Musik ist selbstverständlich eine feine Sache und zumindest in dieser Hinsicht habe ich mich ein wenig zurück ins „Damals“ versetzt gefühlt. Der Folge wurde aber auch neue Musik gegönnt, die sicher gut ist, für mich aber schon wieder ein wenig zu imposant. So klingt CF für mich halt einfach nicht.

Das Cover kommt recht schlicht daher, gefällt mir aber trotzdem. Es kommt beim Ansehen schon Weltraum-Stimmung auf. Und mit den Farbspielen und dem F ist es auch ganz augenfällig.

Fazit:  Kurz und ungut: mein Ding ist „Captain Future“ so nicht. Zu zäh und Spannung und Dramatik kamen für mich hier nicht auf. Vielleicht kommt das aber noch mit Folge 2. Eine erste Episode muss ja immer auch erstmal den Boden für das Folgende ebnen und die große Handlung einleiten. Abwarten.

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