Sherlock Holmes (05) – Die Affenfrau

Titel: Sherlock Holmes (05) – Die Affenfrau / Verlag: Tiatnia Medien / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Dirk Petrick, Daniela Reidies, Susanne Tremper ua

Inhalt: Zum Entsetzen von Mrs. Hudson stellen sich eines Tages unangemeldet die sicherlich außergewöhnlichsten Auftraggeber in der Baker Street 221 B ein, die es je gab. Der Fall, den sie Sherlock Holmes zur Aufklärung übertragen, steht ihrem befremdlichen Aussehen in nichts nach…


Nachdem mich Folge 04 ja doch eher enttäuscht hat, hat mir „Die Affenfrau“ wieder deutlich besser gefallen. So eine „Freakshow“ ist ein prima Schauplatz, der mit seinen Kuriositäten viel Raum für eine ungewöhnliche Holmes-Geschichte bietet. Denn an so einem Ort hat man ihn noch nie „angetroffen“. Ja, es ist sogar schwierig, ihn sich dort auch nur vorzustellen. Genau dies aber eintreffen zu lassen ist ein Weg um die Hörer bestens zu unterhalten. Zudem ist die Geschichte längst nicht so vorhersehbar wie der Vorgänger. Erst nach und nach ergibt sich ein Bild von den Mitwirkenden der „Freakshow“, ihrem Zusammenleben und ihren Problemen. So erschließt sich die Dramatik ganz allmählich und als Hörer erahnt man erst recht spät, was da vor sich geht. In Gänze wird es aber wohl kaum jemand erfassen und so bietet die Geschichte zum Schluss noch eine schöne Wendung und Überraschung. Dass Hund Toby bei diesem Fall mal wieder mitermittelt, hat mir besonders gefallen.

Holmes Auftraggeber, der kleinwüchsige Nicodemus wird von Dirk Petrick gesprochen und seiner Stimme nimmt man diese Rolle sofort ab. Gleiches gilt für seine ebenfalls kleinwüchsige Begleitung, der Daniela Reidies ihre Stimme leiht. Trotzdem ihre Stimme sehr hoch und hell ist, klingt sie doch äußerst selbstbewusst und energisch. Susanne Trmpler fällt mit Zenora Pastrana eine recht große Rolle zu, die sie sehr gut meistert. So fällt es leicht, ihre Gefühle und Gedanken zu verfolgen und sich darin einzufinden.

Was die Untermalung anbetrifft hält man sich erneut zwar relativ bedeckt, aber zu den wichtigsten Szenen sind stimmungsvolle Stücke zu hören. Auch auf solch dezente Art kann man eben für Atmosphäre sorgen. Die Geräuschkulisse zeigt sich ebenso zurückhaltend, doch sind die eingesetzte Geräusche dafür umso passiger.

Das Covermotiv gefällt mir bei dieser Folge sehr gut. Alleine schon wegen dem Kontrast zwischen der finsteren Entführungsszene und der hellen und bunten Jahrmarktszenerie im Hintergrund. Schön gemacht und passend zur Geschichte.

Fazit:  Diese Folge hat mich gut und spannend unterhalten. Solche „Freakshow“-Stories mag ich ohnehin, da konnte also nicht viel schiefgehen.

 

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