Shadow Falls Camp (01) – Geboren um Mitternacht

Titel: Shadow Falls Camp (01) – Geboren um Mitternacht / Verlag: DAV / Spielzeit: ca. 445 min / Buch: C.C. Hunter / gelesen von: Anke Kortemeier

Inhalt: Im Leben der 16-jährigen Kylie geht alles schief: Nach der Scheidung ihrer Eltern, dem Tod der Großmutter und der Trennung von ihrem Freund wird sie in ein Camp für Schwererziehbare geschickt. Doch Shadow Falls ist kein normales Sommercamp hier entpuppen sich die Teenager als Vampire, Werwölfe, Hexen und Gestaltwandler. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, kämpfen zwei aufregende Jungs um Kylies Herz. Doch bevor sie sich ihrem Liebesleben widmen kann, muss sie herausfinden, wer sie ist.


Mein erster Eindruck von dieser Geschichte war: ein „House of Night“-Klon. Dieser erste Eindruck hat sich für mich während des Hörens bestätigt. Es gibt nur geringfügige Abweichungen wie zB dass die Handlung nicht in einem Internat, sondern in einem Sommercamp spielt. Und dass nicht nur Vampire die Geschichte bevölkern, sonden außerdem auch noch Werwölfe, Gestaltwandler und Geisterseher. Das Schema sonst ist auffallend ähnlich. Ein junges Mädchen gerät aufgrund eines Zwischenfalls unter das übersinnliche Volk, kann kaum glauben, was es hier erlebt und noch viel weniger, dass es selber dazu gehört. So geht es auch Kylie und den größten Teil dieser Geschichte nimmt auch genau dies ein. Kylie kommt in das Camp und kann sich mit all dem Neuen nur schwer abfinden. Sie glaubt nicht, dass sie etwas Besonderes ist, und findet auch nur schwer Anschluss im Camp. Zudem läuft es bei ihr zuhause gerade nicht sonderlich gut und so ganz nebenbei buhlen noch diverse übersinnliche und nicht übersinnliche Jungs um ihre Zuneigung. Ich gebe zu, ich habe mich sehr lange gefragt, wann denn hier endlich mal etwas geschieht. Darauf muss man bis CD 5 warten! Aber ich habe mich bis dahin wirklich gut unterhalten gefühlt. Mir gefällt es, dass hier verschiedene übersinnliche Wesen mitmischen, das bietet eine gewisse Brisanz und Abwechslung. Und wenn es spaßig ist, dann mag ich auch solche Teenie-Stories um Freundschaft, Liebe und Eltern-Probleme. Und gerade im Vergleich mit „House f Night“ sehr wichtig für mich: man wird nicht mit irgendwelchen öden Ritualen gelangweilt. Es ist im Gegenteil eigentlich immer etwas los. Und für das Geschehen am Ende hat es sich auch gelohnt bis dahin durchzuhalten. Denn das verspricht durchaus mindestens eine interessante Fortsetzung.

Anke Kortemeier habe ich hier zum ersten Mal in einem Hörbuch gehört. Mir hat sie für diese Geschichte gut gefallen. Ihre Stimme klingt passend jugendlich und sie hat gerade in den Dialogen auch den passenden Teenie-Tonfall für jede Situation auf Lager. Die Variationen mit denen sie den Charakteren ihre Stimmen verleiht sind dabei zwar ziemlich dezent, aber sie funktionieren trotzdem prima. Ich habe immer gewusst, wen sie gerade spricht. Es muss also nicht immer sowas von markant sein. Feine und gute Nuancen erzielen die gleiche Wirkung. Sie klingen in meinen Ohren sogar besser!

Das Covermotiv gibt jetzt zugegebenermaßen nicht viel her. Das Camp befindet sich in bzw  nahe einem Waldgebiet und im Zentrum der Geschichte steht das Mädchen Kylie. Ein Baum und ein Mädchen sind da also eine ganz passende Wahl. Immerhin mal kein Gesicht! Danke! Ich mag außerdem das Farben- und Lichtspiel, das dem Bild einen mysteriösen „Anstrich“ gibt.

Fazit:  Die Anleihen bei Genre-Kollegen wie „House of Night“ sind nicht zu leugnen. Sie sind bis in Details unübersehbar vorhanden. Mir gefällt „Shadow Falls Camp“ trotzdem besser, da man hier eine bunt gemischte übersinnliche Truppe antrifft, die einfach sympathisch ist. Und weil es -zumindest bisher- locker und unterhaltsam zugeht. Ich bin auf die nächsten Teile gespannt und solange die Geschichten um das „Shadow Falls Camp“ so munter und vergnüglich sind, bleibe ich der Reihe treu.

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