Mindnapping (08) – Der schwarze Vogel

Titel: Mindnapping (08) – Der schwarze Vogel / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 44 min / Sprecher: Kerstin Draeger, Oliver Böttcher, Mia Diekow, Gernot Endemann ua

Inhalt: Nach dem Erfolg ihres Debutromans taumelt die Autorin Chloe Watson in eine tiefe Krise, denn ihre zweite Erzählung wird von den Kritikern und der Leserschaft verrissen. Ihr Absturz in die Bedeutungslosigkeit ist vorprogrammiert, doch dann entdeckt sie bei einem Spaziergang die Leiche einer jungen Frau. Wäre das nicht der perfekte Aufhänger für einen neuen Roman? Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln. Ein fataler Fehler.


Mit der kurzen Spielzeit von gerade mal runden 44 Minuten ist diese Folge erstaunlich kurz geraten. Aber es steht „Psychothriller“ drauf, also ist auch „Psychothriller“ drin. Das funktioniert auch in dieser Kürze. Allerdings nicht unbedingt in einer sonderlich neuartigen Form. Wer schon mal einen Psychothriller gehört oder gelesen hat, den dürfte ziemlich bald eine gewisse Ahnung überkommen, so dass er sich von der geradlinig verlaufenden Story kaum täuschen lassen wird. Bis kurz vor dem Ende der Story ist von einem Psychothriller nicht sonderlich viel zu hören. Die Handlung hat ihre Schreckmomente und Chloe durchlebt nicht nur über Tag, sondern speziell auch in der Nacht in ihren Träumen so manches Grauen. Thriller also ja, für das „Psycho“ muss man sich bis zum Schluss gedulden. Wie gesagt ein sehr klassisches Ende für dieses Genre, das mir persönlich aber immer wieder gut gefällt. In dieser Art war mein erstes Buch dieses Genres gehalten und somit wird das immer zu meinen Favoriten gehören.

Die Sprecherliste zeigt sich äußerst übersichtlich mit gerade mal sechs Sprechern. Kerstin Draeger ist in der Rolle der Chloe zu hören und hat mir darin prima gefallen. Ich mag es, wie unterschiedlich sie Chloe klingen lässt. Mal selbstbewusst und energisch, dann wieder verzweifelt und ängstlich. Mein persönlicher Favorit unter den Sprechern hier war Gernot Endemann alias Chloes Verleger Coon. Mit seiner kräftigen Stimme und dem kategorischen Tonfall hat er mir ein klares Bild dieser Person vermittelt. Auch wenn es nicht immer positiv war, doch das gehört zu der Rolle dazu.

Musikalisch geht es in dieser Folge eher ruhig zu. Leise Melodien aus dem Hintergrund sorgen für eine bedrückende Atmosphäre, und eine Reihe gut ausgewählter und eingesetzter Geräusche runden den positiven Eindruck hier ab. Mir hat speziell der Ruf des schwarzen Vogels gefallen. Da kann man tatsächlich eine Gänsehaut bekommen.

Natürlich ist dieser schwarze Vogel auch auf dem Cover zu sehen wie er einen langen, unheimlichen Gang entlangfliegt. Ein passendes Motiv also, das aber etwas mehr Grusel verspricht als die Geschichte hält.

Fazit:  „Der schwarze Vogel“ ist ein Psychothriller mit sehr klassischem Verlauf. Ich mag diese Form immer wieder gerne, weil ich mich jedes Mal frage, ob so etwas wirklich möglich ist und weil mich der Gedanke jedes Mal wieder schaudern lässt.

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