Mord in Serie (01) – Das 12. Opfer

Titel: Mord in Serie (01) – Das 12. Opfer / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Uta Dänekamp, Sascha Rotermund, Marion von Stengel, Wolf Frass ua

Inhalt: Diese Nacht wird Lisa Wagner niemals vergessen. Eigentlich wollte die junge Frau mit ihrer Schwester Emma auf einer Party über den Dächern Frankfurts ausgelassen feiern. Stattdessen findet sich sich in einem dreckigen Kellerverlies wieder und wird Zeuge, wie ihre Schwester brutal ermrdet wird. Doch der wahre Albtraum beginnt erst nach ihrer Flucht. Emmas Mörder ist schnell gefunden, doch die Beweise reichen für eine Verhaftung nicht aus. Für Lisa wird es Zeit, selbst etwas zu unternehmen. Mit dem charismatischen Staatsanwalt und der engagierten Mordermittlerin heftet sie sich an die Fersen des Täterst und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.


Mit „Mord in Serie“ mischt eine neue Thriller-Serie in der Hörspielwelt mit. Mit „Das 12. Opfer“ gelingt ihr auch direkt ein sehr ordentlicher Start. Den ersten Pluspunkt bei mir kassierte die Folge schond damit, dass sie in Deutschland spielt. Solche Geschichten wie hier werden einem ja gängigerweise eher mit Schauplatz USA geboten. Sie funktionieren aber eben auch in Frankfurt. Die Jagd auf den Mörder ist spannend und die Methoden um ihn zu fassen schön abwechslungsreich. Außerdem hält die Geschichte mehrere Überraschungsmomente und vor allem eine wesentliche Wendung bereit, so dass es -trotzdem es nur darum geht, den Killer dingfest zu machen- niemals langweilig wird. Beim Ende habe ich erstmal ganz schön gestaunt und wenig später dann grinsen müssen. Schön gemacht, ein prima Kniff. Aber eigentlich ist ja klar, dass man eine CD komplett durchört…oder? 😉

Ich mag es ja nicht, wenn eine junge Frau lediglich als Dummchen durch eine Geschichte hampelt. Deshalb hat mir Lisa, gesprochen von Uta Dänekamp, so gut gefallen. Ihre Stimme klingt zwar meist sehr weich, so dass ich zunächst in erster Linie Mitgefühl mit ihr hatte. Doch später präsentiert sich diese weiche Stimme plötzlich ausgesprochen abgeklärt und hart. Jan-David Rönfeldt übernimmt den Part von Mörder Viktor Haas und lässt ihn so ruhig klingen, dass ich lange kaum glauben konnte, dass er den Mord verübt hat. In dieser Ruhe schwingt alleridngs auch immer eine gewisse Bedrohlichkeit mit.

Musikalisch hat mich die Folge ziemlich an „Psycho“ erinnert. Die Musikstücke klingen oft so. Aber solche Klänge wirken halt -vielleicht auch gerade durch die Assoziation- immer wieder gut. So kommt hier schnell Thriller-Atmosphäre auf. Als Bonustrack findet man den Song „Rescue me“ auf der CD, von dem man während der Geschichte einen Teil zu hören bekommt. Mir ist er da sofort aufgefallen und das Lied gefällt mir wirklich gut!

Eine Kellerwand, Ketten, ein blutiger Handabdruck. Wenn das nicht Elemente sind, die quasi „Thriller“ bzw „Krimi“ rufen. Auch im Booklet geht es blutig zu. Somit wird auch optisch dem Genre Rechnung getragen. Im Vergleich mein den Motiven von Folge 2 und 3 finde ich dieses hier allerdings nicht sonderlich auffällig. Wenn ich es mir im Ladenregal vorstelle.

Fazit:  Ein gelungener Start in die neue Serie. Auch wenn inhaltlich nicht das Rad neu erfunden wird, so geht es durchaus spannend und abwechslungsreich zu. Wenn die Reihe so weitermacht, kann man sehr zufrieden damit sein.

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