Mindnapping (09) – Montana oder Eine seltsame Schleife

Titel: Mindnapping (09) – Montana oder Eine seltsame Schleife / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Konrad Halver, Julia Fölster, Peter Weis, Anne Moll ua

Inhalt: Der Drehbuchautor Claude Montana wird tot in seinem Apratment gefunden. Mord oder Selbstmord? Laut Testament muss sein letztes Drehbuch verfilmt werden, sonst fällt das gesamte Erbe an den Indianerstamm der Blackfeet. Während der DReharbeiten beginnen Fiktion und Realität, Gegenwart und Vergangenheit ineinanderzulaufen. Was geschah vor über vierzig Jahren im Leben von Claude Montana? Welche Rolle spielt ein indianischer Zwillingsmythos? Wird der Film das Rätsel um seinen Tod auflösen?


Ja, ich war gewarnt, dass diese Folge nicht so leicht zu durchblicken ist. Aber solche Warnungen schlage ich immer wieder gerne in den Wind und geraume Zeit verlief die Handlung für mich sehr geradlinig und nachvollziehbar, weshalb ich wohl etwas leichtsinnig wurde. Um später dann ziemlich erschrocken festzustellen, dass die Warnung nicht unberechtigt gewesen war und ich den Faden völlig verloren hatte. Aus diesem Grunde: bitte hört die Folge von Anfang an sehr aufmerksam, denn beim zweiten Hören entdeckte ich doch einige vermeintliche Kleinigkeiten, die sich später als durchaus wichtig entpuppten und dazu beitrugen, die Verwirrung nach und nach zu lüften. Normalerweise bin ich ja kein Freund davon, wenn ich so aufmerksam lauschen muss um durchzusteigen, doch im Falle dieser Geschichte lohnt es sich. Die Wendungen wissen zu überraschen und geben Raum für interessante Überlegungen was die Zusammenhänge anbetrifft. Nun sind Indianer und ihre Mythen auch ideal dafür um mich in die Flucht zu schlagen. Doch hier wurde ein gesundes Maß gefunden, so dass ich mich alles andere als gelangweilt gefühlt habe. Eine gute Idee übrigens, einem Thriller etwas Mythologisches und damit Übersinnliches mit auf den Weg zu geben. Das hat mir hier ganz gut gefallen.

Bei den Sprechern ist mir Gordon Piedesack alias Tim Montana am deutlichsten in Erinnerung geblieben. Mit eine gehörigen Portion Arroganz in der Stimme vermittelt er ein gutes Bild dieses Charakters des bereits etwas in die Jahre gekommenen Schauspielers. Anne Moll spricht die Ärztin Kate Manson und klingt dabei ausgesprochen selbstbewusst und intelligent. Und über Peter Weis muss ich wohl keine Worte verlieren. Ich weiß gar nicht, was für ein Ekel er sprechen müsste um dass ich nicht begeistert davon sein würde.

Musikalisch geht es eher ruhig zu und hier und da hört man auch Klänge, die dem Thema „Indianer“ und Wilder Westen gerecht werden. Insgesamt eine leicht exotische Mischung, die der Geschichte aber gut steht. Auch was die Geräusche anbetrifft, muss sich die Folge nichts vorwerfen lassen. Das Geschehen ist Dank ihnen immer gut vorstellbar.

Das Covermotiv und ein Teil des Titels haben mich tatsächlich dazu gebracht nach dem Möbiusband zu googeln. Das schafft auch nicht jedes Motiv. Mit der Kamera findet sich auch das Element der Filmemacherei auf dem Cover wieder. Nach Thriller sieht das so zwar nicht aus, aber genau das macht neugierig.

Fazit:  Bei dieser Folge muss man bei der Sache sein und bis zum Schluss bleiben. Dafür wird man aber auch mit einer interessanten und spannenden Handlung belohnt, deren gewitzter Verlauf prima unterhält.

 

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