Mord in Serie (03) – Die schwarzen Witwen

Titel: Mord in Serie (03) – Die schwarzen Witwen / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Ursela Monn, Katja Brügge, Reinhilt Schneider, Martin May, Rüdiger Schulzki ua

Inhalt: Helga Weiß traut ihren Augen nicht. Nach 15 Jahren steht plötzlich der Mörder ihres geliebten Ehemannes Norbert vor ihr – wegen guter Führung frühzeitig aus der Haft entlassen! Der Polizei sind die Hände gebunden, immerhin hat Robert Keller seine Strafe rechtmäßig verbüßt. Damit wollen sich Helga und ihre Freundinnen Marlies und Eva jedoch nicht zufrieden geben. Gemeinsam schmieden sie einen perfiden Plan, um den neuen Nachbarn aus dem Weg zu räumen und Helgas Mann zu später Gerechtigkeit zu verhelfen.


Der Aufhänger zu dieser Geschichte ist nicht neu. Die Idee, einen Verbrecher frühzeitig wieder auf freien Fuß zu setzen woraufhin Bekannte des Opfers auf Rache sinnen, ist mir schon einige Male begegnet. Trotzdem hat mir „Die schwarzen Witwen“ aber ganz gut gefallen. Alleine schon, weil hier eine Gruppe gefährlich rüstiger Damen einen Racheplan aushecken. Das macht die Geschichte in gewisser Weise charmant. Und vor allem lässt es einen ganz schön staunen, was die drei Witwen sich für ihr Opfer ausdenken und nachher umsetzen. Zimperlich sind sie wahrlich nicht! Spannend ist die Geschichte auch deshalb, weil sie immer mal wieder eine neue Wendung nimmt, so dass sich einem ein ganz neues Bild vom Geschehen erschließt. Wer ein wenig trainiert ist was Krimis und Thriller angeht, der ahnt zwar ein einigen Stellen, wohin der Hase läuft, doch so eine Bestätigung ist ja nicht ganz verkehrt, oder? 😉 Das genaue Ende hatte ich aber nicht vorausgesehen und so erwartete mich doch noch eine Überraschung. Das Ende ist ohnehin etwas Feines für einen Thriller.

Die mörderischen Ladys werden von Ursela Monn, Reinhilt Schneider und Katja Brügger gesprochen. Sie erwecken die Damen gekonnt zum Leben. Ich finde, ihre Stimmen passen prima zusammen. Aber sie unterscheiden sich auch deutlich von einander, was mir sehr lieb war. Ansonsten wäre ich wohl bald aufgeschmissen gewesen.  Martin May lässt Mörder Keller zunächst ausgesprochen ruhig und sympathisch klingen, was mir die Einschätzung dieses Charakters ziemlich schwer gemacht hat. So etwas gefällt mir in Krimis und Thriller immer sehr. Wenn man zwar etwas über eine Person ahnt, aber es nicht glauben will.

Die Untermalung zeigt sich anfangs eher dezent und klassisch, aber mit Stücken die schon durchklingen lassen, dass sich hier ein Krimi anspinnt. Später drängt sie sich lauter und dramatischer in den Vordergrund, ohne dabei aber je die Handlung zurück zu drängen. Als Bonus-Track gibt es hier den Song „Face the Night“, der aber nicht so mein Fall ist. Trotzdem gefällt es mir, dass die Reihe mit jeder der drei Folgen auch ein Lied „vorstellt“ und einbaut.

Das Cover hatte mir auf den ersten Blick gut gefallen. Schön wirkungsvoll und Aufmerksamkeit heischend mit der glühenden Hand. Dann entdeckte ich allerdings ein sehr ähnliche Buchcover, womit das „Besondere“ an dem Motiv für mich passé war. Das gefällt mir das Motiv hinter der CD und der Hintergrund im Booklet deutlich besser.

Fazit:  In meinem persönlichen Ranking nimmt diese Folge Platz 3 ein. Ein charmantes und unterhaltsames Mörderspiel, das aber doch mit einer gewissen Härte aufwartet und ein paar nette Überraschungen bietet.

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