Dorian Hunter (18) – Kane

Titel: Dorian Hunter (18) – Kane / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Tim Kreuer, Frank Gustavus, Regina Lemnitz, Marco Sand ua

Inhalt: Asmodi ist vernichtet! Dorian Hunter hat der Schwarzen Familie den Kopf abgeschlagen! Doch die Überzeugung, damit auch die Wurzel des Übels beseitigt zu haben, währt nicht lange. In der Umgebung von Dorians Jugendstilvilla in London häufen sich unheimliche Vorkommnisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben … bis den Mitstreitern des Dämonen-Killers klar wird, dass sie bereits fest in der Schlinge stecken, die ein alter Bekannter für sie geknüpft hat …


Nach Asmodis Vernichtung hatte ich mich gefragt, wie die Serie nun weiter verlaufen wird. Denn Hunters möderische Runde durch seine „Verwandtschaft“ fand damit ja ein Ende. Nach „Kane“ jetzt muss ich leider sagen, dass mich das Geschehen in dieser Folge nicht unbedingt vom Hocker gehauen hat. Es gibt verschiedene Handlungsstränge wie beispielsweise Coco Zamis, die einen Priester zu einem Exorzismus begleitet, oder die Unternehmungen des Secret Service, das an verschiedenen Orten unheimlichen Vorkommnissen auf der Spur sind. Eine wichtige Rolle spielt in dieser Folge Phillip, der durch die Faszination für das normale Leben eines Nachbarjungen in Gefahr gerät. Alle diese Handlungsstränge sind für sich nicht uninteressant, spielen aber (bisher) in einer Liga, die an die ersten Episoden der Reihe für mich nicht heranreichen. Im Vergleich dazu läuft die Handlung eher gemächlich dahin bis die verschiedenen Handlungsstränge schließlich zusammenlaufen. Allerdings ohne ein genrelles Ende zu setzen, natürlich. Es bleibt noch genug offen um mit weiteren Folgen darauf aufzubauen und die Handlung auszuweiten. Ein Lichtblick waren für mich die bissigen Dialoge zwischen Hunter und Mr. Pickford. Wobei ich beide Seiten gut verstehen konnte. Es hat mir Spass gemacht, ihnen zuzuhören.

Ich bin zwar kein Fan von Phillip als Charakter, dafür beeeindruckt es mich jedes Mal umso mehr wie Tim Kreuer ihn spricht. Mit dieser eigentümlichen Redeweise sicher keine ganz so einfache Aufgabe, die er aber gänzend bewältigt. Nachbarjunge Jimmy Kane wird von Michael Wiesner gesprochen und da diese Rolle sicher in der Richtung ausgelegt ist, darf ich wohl sagen, dass ich ihm erstens von Anfang her nicht über den Weg getraut habe und dass er mich zweitens mit der schrillen, überdrehten Art zu sprechen ganz schön genervt hat. Ziel erreicht also.

Was die Untermalung anbetrifft hält sich diese Folge hörbar zurück. Die vertrauten lauten, krachenden Stücke sucht man hier vergebens. Ich fand die ruhigen, verhaltenen, aber doch bedrohlichen Klänge aber ganz erholsam. Und sie wirken ebenso gut wie die imposante Musikkulisse.

Das finstere Cover mit der Fratze im Nebel und dem unheimlich Haus, gefällt mir. Ich finde, man sieht dem Motiv an, dass die Serie mit dieser Folge eine neue Runde einläutet. In diesem Stil darf es für mich gerne weitergehen. Im Booklet kann man nachlesen, wie Tim Kreuer zu Phillip kam.

Fazit:  Es mag daran liegen, das mit dieser Folge ein neuer Zyklus eingeleitet wird und erstmal Grundlagen geschaffen werden müssen. Für mich jedenfalls klang diese Episode vergleichsweise harmlos. Ich hoffe, es geht bald wieder mehr rund.

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