Bullen und Schweine – Kommissar Wolf rettet die Welt (Josef Kelnberger / Philipp Moog)

Titel: Bullen und Schweine – Kommissar Wolf rettet die Welt / Verlag: Argon Verlag / Spielzeit: ca. 420 min / Buch: Josef Kelnberger / gelesen von: Philipp Moog

Inhalt: „Ein wenig eine Pietät hat auch die tote Sau verdient“
Die übel zugerichtete Leiche des Unternehmers Richard Plochinger wird im Schweinesarg von Mastbauer Bergmüller gefunden. Der Münchner Kommissar Konrad Wolf kehrt in seine niederbayerische Heimat zurück und ermittelt bald nicht nur in diesem Fall.
Er muss befürchten, dass er es mit einem skrupellosen Mörder zu tun hat, der gegen die Provinz und die Menschen darin mindestens genauso große Vorbehalte hat wie Wolf selbst. Oder steckt doch die tschechische Mafia dahinter? Eins ist klar: der reiche Gäuboden ist hart umkämpftes Gebiet. Mithilfe der türkischen Psychiaterin Ayla dringt Wolf tief in die Psyche dieses unheimlichen Landstrichs ein tiefer, als ihm lieb sein kann.


Ich habe es mit dieser Geschichte zunächst als Buch versucht, es dann aber abgebrochen.
Als Hörbuch kam ich damit etwas besser klar, aber meinen Geschmack hat es auch in vorgelesener Version nicht wirklich getroffen. Das liegt nun nicht an dem Krimi! Der Fall, den Kommissar Wolf zu lösen hat, ist durchaus interessant und spannend. Zudem ist es -teilweise auf etwas skurrile Art- erstaunlich, welche Kreise er im Verlauf der Geschichte zieht und an welch illustre Leute der Kommissar bei seinen Ermittlungen gerät. Inmitten der bayerischen Provinz wirkt das oft ausgesprochen exotisch und lässt einen auch mal schmunzeln. In dieser Hinsicht ist also alles im grünen Bereich.
Mir bereitet einzig das Wesen des Kommissars und sein Verhalten gewisse Probleme. In seine Denk- und Verhaltensweisen konnte ich mich oft nicht hineinversetzen. Er ist ein komischer Kauz. Allerdings auf eine Art, die mir den Zugang zu diesem Charakter verwehrt hat. Ich habe manches Mal einfach gedacht: der spinnt!
Da kann der Krimi noch so gut sein, das nützt bei mir alles nichts, wenn ich keinen Draht zur Hauptperson finde. Und genau das war hier der Fall.

Philipp Moog hat mir als Sprecher gut gefallen. Ich habe es bewundert wie leicht er besagtes seltsames Wesen des Kommissars rüberbringt. Als sei es völlig normal so zu denken. Zudem lässt er bei einigen Charakteren den Dialekt der Gegend mit durchklingen. So wird er dem Schauplatz der Geschichte gerecht. Das lässt die Story auch authentisch klingen.

Das Cover gibt über die Geschichte wenig bis nichts her. Aber mit dem Sarg und den auffälligen Farben macht es immerhin im Regal auf sich aufmerksam.

Fazit: „Bullen und Schweine“ ist im Grunde ein ordentlicher und spannender Krimi, der mit einigen ausgefallenen Ideen überrascht und einen auch mal grinsen lässt. Leider war mir Wolf selber zu seltsam, so dass mich die Geschichte trotzdem nicht begeistern konnte. Ich brauche es, in irgendeiner Art auf einer Wellenlänge mit der Hauptperson zu sein. Hier war ich es ganz klar nicht.

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