Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (08) – Wettbewerb der Detektive

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (08) – Wettbewerb der Detektive / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Friedrich W. Bauschulte, Klaus Herm, Krikor Melikyan ua

Inhalt: Wer ist der größte Detektiv, Shemlock Homes oder Professor van Dusen, die Denkmaschine“? König Edward VII. von England will es wissen. Darum beauftragt er beide, den Fall des verschwundenen Innenministers aufzuklären. Es gibt rätselhafte Spuren im Überfluss, Buffalo Bill Cody scheint eine mysteriöse Rolle zu spielen, Homes verkleidet sich und kriecht auf allen Vieren, van Dusen denkt und erfindet den Lügendetektor – und natürlich ist er es, der die richtige und total überraschende Lösung findet.


Anscheinend muss sich jeder berühmte Detektiv irgendwann mal mit Sherlock Holmes messen. Somit kommt auch der Professor nicht daran vorbei. Aus rechtlichen Gründen wird der englische Detektiv in „Shemlock Homes“ umbenannt, sein Adlatus in Dr. Watts und los geht das Wettermitteln. König Edward VII stellt die beiden vor ein kriminalistisches Rätsel, das sie innerhalb von zwei Tagen lösen sollen. Die Folge ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Die Idee dieses Wettkampfs hat mir gut gefallen und die Sticheleien zwischen den beiden Detektiven machen eine Menge Spass. Klar, das sie von einander nicht sonderlich viel halten, wo sich doch jeder für den Intelligentesten hält. Auch die Wendung, die die Geschichte am Ende nimmt, geht für mich völlig in Ordnung und hat mich ebenfalls schmunzeln lassen. Ich hatte nur leider nie wirklich das Gefühl, einem Wettkampf beizuwohnen. Dafür wird zu wenig von Homes‘ Ermittlungen erzählt. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Somit fand ich die Geschichte auch nicht allzu spannend. Mir ist es ganz klar lieber, wenn van Dusen im Alleingang seine Ermittlungen anstellt.

Dafür sieht es bei den Sprechern rosig aus wie gewohnt. Natürlich sind Friedrich W. Bauschulte und Klaus Herm mit von der Partie. Als Homes ist Lothar Blumhagen zu hören, der diesem Detektiven für mein Empfinden einen neuen Klang verpasst, der mir -im Gegensatz zu manch anderer Interpretation- prima gefallen hat. Und auch Krikor Melikyan alias König Edward VII habe ich gerne zugehört, da er für einen Adeligen erfreulich normal klingt.

Die Untermalung zeigt sich gewohnt stimmungsvoll und bindet immer mal wieder vertraute van Dusen-Klänge mit ein. Diese Kombination steht der Folge gut. In Sachen Geräusche sieht es dafür relativ dürftig aus. Für heutige Verhältnisse jedenfalls. Ich finde aber, die „van Dusen“-Geschichten kommen mit dieser Hand voll Geräusche gut aus, und ich vermisse nichts dabei.

Das Cover gefällt mir wirklich sehr gut. Zwei Gehirne, eine Startflagge…das lässt tatsächlich auf ein detektivisches Wettrennen schließen. Eine coole und witzige Idee. Umrahmt wird dieses Motiv von den vertrauten Details wie Puzzlestücke, eine Uhr und ein verschnörkeltes Ornament.

Fazit:  Dieser Wettkampf ist an sich eine wirklich gute Idee und der Hickhack zwischen den Detektiven macht Spass. Leider hat es sich für mich beim Hören gar nicht wie ein Wettbewerb gewirkt. Da hätte es gerne mehr Homes sein dürfen. Mir sind die „van Dusen“-Geschichten eindeutig lieber, in denen er allein ermittelt.

1 Comment

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  1. Stimmt, der Fall selber macht irgendwie nicht so viel Spaß. Aber super finde ich, dass in gewisser Weise auch echte historische Persönlichkeiten wie eben Buffalo Bill auftauchen. Meine Rezi zum Hörspiel gibt’s hier: Popshot.over-blog.de

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