Die drei ??? (155) – und der Meister des Todes

Titel: Die drei ??? (155) – und der Meister des Todes / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min  / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Gisela Fritsch, Christian Stark ua

Inhalt: Das alte Haus an der Küste hat einst einem Marionettenspieler gehört. Der perfekte Drehort für ihren Horrorfilm, finden die drei ??? und ihre Kollegen aus dem Filmkurs. Schließlich hängen die unheimlichen Puppen immer noch an den Wänden. Als es in ihrer Nähe zu mysteriösen Ereignissen kommt, glauben Justus, Peter und Bob zunächst nicht an Magie. Doch dann gerät ausgerechnet einer der Detektive in den Bann einer düsteren Macht. Haben die Marionetten ihre Finger im Spiel? Oder zieht jemand anderes im Hintergrund die Fäden?


Höhenflüge erwarte ich von dieser Serie ja schon gar nicht mehr. Dafür sind zu regelmäßig recht absurde Stories zu hören. Es gibt aber immer mal wieder auch Folgen, die zumindest eine gute Stunde ordentliche Unterhaltung bieten. Dazu gehört für mich auch der „Meister des Todes“. Mit dem alten Haus ist ein schöner und stimmungsvoller Schauplatz gegeben und die Story um die Marionetten hat zu Beginn tatsächlich sogar etwas Unheimliches. Später entwickelt sich darum herum ein Kriminalfall, der bei mir in erster Linie damit punkten konnte, dass sich die Handlung Stück für Stück ergibt, dass es immer mal klare Schritte zur Lösung gibt -quasi wie Zwischenstationen- und dass hier wirklich Ermittlungen der Freunde geboten werden. Gut, dass am Ende die komplette Täterschaft aufläuft und sich und ihr Tun offenbart, das ist ähnlich aufregend wie die Justus‘ klugschwätzerischen Auflösungs-Monologe aus anderen Folgen, aber immerhin bleibt einem das mal erspart. Mir sträubt sich dabei gerne mal der Pelz. Somit hat mir diese Auflösung hier besser gefallen. Glaubhaft hin oder her, es ist auf jeden Fall mehr Tempo drin.

Die Sprechertruppe liefert durch die Bank eine sehr ordentliche Leistung ab. Mir hat speziell Gisela Fritsch‘ Part als Angela Sciutto gefallen. Sie vermittelt einem ein gutes Bild dieser resoluten, älteren Dame und beweist damit, dass ihre Stimme nichts von ihrer Wirkung eingebüßt hat. Auch Julia Hummer habe ich in der Rolle der Latona Johnson gerne gehört. Mit diesem ziemlich gelangweilt-coolen Ton und einigen pfiffigen Sprüchen hat sie mir dieser Figur schnell sympathisch gemacht.

Die Untermalung dagegen kann ich nur als dürftig bezeichnen. Gerade bei einem Schauplatz, der so viel Potnzial für schaurige Momente birgt, hätte man sich da mehr Mühe geben können. Die Erzählung beispielsweise um die Marionetten hätte mit einer leisen, stimmigen Musik im Hintergrund sicher gleich noch mal unheimlicher gewirkt.

Dafür mag ich widerum das Cover, denn mir gefällt die Darstellung der Todes-Marionette. Und endlich mal sehe ich eine deutlichen Zusammenhang mit der Geschichte.

Fazit:  Eine ganz ordentliche Folge, die mir gefallen hat. Im positiven Sinn solide ???-Kost, die mit einer etwas ausgefeilteren Musikkulisse sogar noch einen Tacken besser und stimmungsvoller hätte ausfallen können.

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