Mark Brandis (21) – Lautlose Bombe (1/2)

Titel: Mark Brandis (21) – Lautlose Bombe (1/2) / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Michael Lott, Jacob Weigert, Dorothea Anna Hagena, Elean Wilms ua

Inhalt: 2131: Cmdr. Brandis‘ Halbbruder Jonathan West steht unter Verdacht, mit Verbrechern zu kooperieren, die vor dem Einsatz von biologischen Kampfstoffen nicht zurückschrecken. Trotz deutlicher Indizien glaubt Mark Brandis an dessen Unschuld und versucht, den untergetauchten Mediziner zu finden, bevor der Geheimdienst ihn eliminieren kann.


Bei dieser Doppelfolge ist es wie so oft bei der Reihe: so richtig spannend wird es erst zum Ende hin. Das heißt jetzt nicht, dass es vorher uninteressant wäre, aber die Geschichte hat bei mir dennoch einen ausgesprochen trägen Eindruck hinterlassen. Natürlich, man bangt um die kranke Ruth und man fragt sich, welche Rolle Marks Halbbruder Nat noch spielen wird, aber ich hatte lange nicht den Eindruck, dass sich da eine Katastrophe anbahnt. Stattdessen habe ich mich gefragt, wie ein sonst so besonnener und vernünftiger Mensch wie Brandis auf die Idee kommt, der Suff könnte irgendwelche Probleme lösen. Es hat mich erhlich gesagt ganz schön genervt, ihn so oft in diesem Zustand zu erleben. Glücklicherweise erlangt er gegen Ende seinen klaren Kopf wieder zurück und kann so seine Mission um die lautlose Bombe antreten. Wie gesagt, auf den letzten Kapiteln kommt endlich Schwung in die Story und sie wirkt auch deutlich griffiger als zuvor.

Jacob Weigert kenne ich ansonsten nur als Sprecher von bestimmten Kinder- bzw Jugendhörbüchern. Damit hängt es wohl auch zusammen, dass ich ihm die erwachsene Rolle von Marks Halbbruder bisher nur schwer abnehme. Obwohl er diesen Charakter an sich gut und glaubhaft spricht. Ich denke, im zweiten Teil wird mehr von ihm zu hören sein, so dass sich dieser Eindruck bei mir legen wird. Wenn man so will, ist es durchaus beeindruckend wie leicht es Michael Lott gelingt, Brandis einmal vernünftig und intelligent klingen zu lassen, ihn dann wieder besoffen lallend zu sprechen.

Da sich die Handlung nicht draußen im All abspielt, sind auch keine großen Weltraummusiken zu hören. Stattdessen herrscht eine eher bedrückende Untermalung vor, die der Handlung das passende Flair verleiht.

Das Covermotiv gewährt einen Blick ins Cockpit. Zugegeben, der kleinste Teil der Story dieses ersten Teils spielt sich in irgendwelchen Cockpits ab, aber mir gefällt das Motiv trotzdem besser als manch voriges. Denn dieses Motiv sieht für mich ganz nach SF aus und ist mal etwas Handfestes im Vergleich zu den ganzen Sternen, Planeten, ihren Oberflächen und irgendwelche Raumschiffen, die man quasi aus der Ferne ansieht.

Fazit:   So richtig spannend wird dieser erste Teil erst gegen Ende. Zuvor geht es ausgesprochen gemächlich vor und das Gefühl eine großen Gefahr wollte sich bis dahin bei mir nicht wirklich einstellen. Auf Teil 2 bin ich nun aber gespannt, da verspricht das Ende hier doch einiges.

1 Comment

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  1. Gut geschriebene Rezension! Ich fand auch, dass sich die Geschichte im Vergleich zu früheren Folgen eher langsam entfaltet, und wo die mit einem offensichtlich alkoholanfälligen Helden wohl noch hinwollen? Das mit dem Gefahrgefühl, das fehlt, soll wohl auch so sein, denn sonst wäre Mark Brandis denke ich schneller in Aktion getreten. Und ja, der zweite Teil gibt mehr Gas als der erste (wäre aber auch doof, wenn es andersherum wäre).

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