Gänsehaut – Das unheimliche Labor (R.L. Stine / Annika Päs & Jo Weil)

Titel: Gänsehaut – Das unheimliche Labor / Verlag: cbj Audio / Spielzeit: ca. 74 min / Buch: R.L. Stine / gelesen von: Annika Päs, Jo Weil

Inhalt: Warum dürfen Margaret und Casey nicht mehr in den Keller, seit ihr Vater, ein berühmter Botaniker, dort sein Labor eingerichtet hat? Eines Tages beschliessen die beiden, das Geheimnis zu lüften und machen eine schaurige Entdeckung.


Ich habe vor sehr langer Zeit schon einmal ein „Gänsehaut“-Hörbuch gehört, kann mich aber kaum noch daran erinnern. Deshalb habe ich letztens bei diesem Hörbuch zugeschlagen. Das Hörspiel mit dieser Episode kenne ich ganz gut, deshalb war ich auf die Version als Nörbuch neugierig. Ich muss sagen, dass das Hörbuch auf mich besser gewirkt hat. Besser im Sinne von spannender und schauriger. Natürlich in einem Maße, das man den überwiegend jungen Fans gut zumuten kann. Lebende Pflanzen, ein Vater, der plötzlich Dünger isst und dem Blätter auf dem Kopf wachsen, das ist ganz klar eine Story für Kids. Da werden ältere Hörer wohl auch mal schmunzeln. Trotzdem ist die Handlung nicht allzu vorhersehbar und so bleibt es durchaus die meiste Zeit lang wirklich spannend. Man fiebert mit, welche Entdeckungen die Geschwister noch machen werden, und kann gut eigene Vermutungen darüber anstellen, was im Hause des berühmten Botanikers vor sich geht.

Casey und seine Schwester Margaret erzählen abwechselnd von ihrem gruseligen Abenteuer. Entsprechend sind auch zwei Sprecher am Werke: Annika Päs und Jo Weil, die ich hier zum ersten Mal gehört habe. Sie machen ihre Sache nicht gerade schlecht, aber Nina Päs klingt mir nicht nach einer Jugendlichen. Dagegen gibt sich Jo Weil wirklich Mühe, den Ton eines Teenagers zu treffen, wobei er manchmal etwas übertreibt. Beide Sprecher legen immer mal wieder zu viel Wert auf eine deutliche Sprechweise, wodurch die Passagen holprig klingen. Dafür lesen sie aber nicht nur stur das Buch vor, sondern spielen die Dialogszenen vor. Das lockert das Gehörte schön auf und macht es leicht, über eine Stunde zu lauschen.

Schaurige Melodien und eine ganze Reihe von unheimlichen Geräuschen begleiten das Hörbuch. Auch wenn vieles davon ziemlich nach Geisterbahn klingt, so sorgt es doch für eine gewisse gruselige Atmosphäre. Eben kindgerecht. Außerdem lockert auch diese Untermalung das Hörbuch ordentlich auf. Das finde ich gerade bei Hörbüchern für junge Hörer immer wieder toll.

Eine schleimige grüne Hand mit bedrohlichen Krallen, die eine Tür öffnet…das Motiv passt gut zur Geschichte und wirkt tatsächlich ein wenig schaurig. Ich kann mir gut vorstellen, dass junge Fans gruseliger Geschichten darauf anspringen. Mir persönlich gefallen ja die grellen Farben des Titels und des Rahmens drum herum prima. Das beißt sich so schön! 😉

Fazit:  Die Sprecher konnten mich zwar nicht ganz überzeugen, aber die Geschichte und die Umsetzung mit der Musik und den Geräuschen hat mir gefallen. Eine kindgerechte Gruselgeschichte, der ich gerne gelauscht habe. Schade, dass man die „Gänsehaut“-Hörbücher so selten findet.

 

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