Die drei ??? (156) – Im Netz des Drachen

Titel: Die drei ??? (156) – Im Netz des Drachen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Patrick Elias, Gerhart Hinze ua

Inhalt: Dragoncourt, das Anwesen des exzentrischen Spiele-Programmierers Stephen Baron, steht zum Verkauf. Der Mann ist schwer erkrankt und hat sich nach Europa zurückgezogen. Doch der mit dem Verkauf der Immobilie beauftragte Makler ist verzweifelt, denn seltsame Dinge geschehen auf Dragoncourt. Ganz klar: hier müssen die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach ermitteln. Die Recherchen führen Justus, Bob und Peter in die fantastische Welt des Online-Games „Im Land der Drachen“. Und schnell wird aus einem scheinbar harmlosen Spiel eine tödliche Gefahr: Alles deutet darauf hin, dass die virtuellen Figuren den Weg in die Wirklichkeit gefunden haben und hier ihr Unwesen treiben.


Diese Folge lässt sich eigentlich ganz ordentlich an. Ein verlassenes Anwesen, das zum Verkauf steht, dem Makler aber einige Probleme bereitet, weil dort sonderbare Dinge vor sich gehen. Ein Rätsel scheint -wie so oft- der Schlüssel zum Geheimnis sein. Das ist zwar alles andere als neu, aber zumindest ganz solide. Und auch die Frage, die es zu klären gilt, ist eindeutig: was geht auf Dragoncourt vor sich und wer steckt weshalb dahinter? Doch als die drei Jungs ihre Ermittlungen aufnehmen, ist es mit dieser Klarheit im Nu vorbei. Denn dieses Mal müssen sie nicht nur in der realen Welt ermitteln, sondern auch in der virtuellen. In einem Spiel, das vom aktuellen Besitzer von Dragoncourt erdacht wurde. Von Ermittlungen erwarte ich, dass sie nach und nach Licht ins Dunkel bringen. Das ist diesen zweigleisigen Ermittlungen jedoch nicht gelungen. Stattdessen hatte ich schnell den Faden verloren bei dem Versuch, das Geschehen im Spiel und das in der Wirklichkeit in Einklang zu bringen. Die Auflösung kam dann quasi mit einem Donnerschlag daher und es  gab für mich keinen klaren Weg, der dorthin geführt hat. Außerdem beißen sich die drei Fragezeichen und ein fantasylastiges Computerspiel für mein Empfinden sehr. Die drei sollten besser bei Fällen in der Realität bleiben. Und wenn sie schon am PC sitzen, dann sollen sie bitte nicht so tun als wäre das Neuland für sie. Da spricht ja die eine oder andere Folge klar dagegen!

Den Sprechern habe ich soweit nichts vorzuwerfen. So eigenartig wie die Geschichte auch wirkt, sie verstehen es dennoch ihren Charakteren glaubhaftes Leben einzuhauchen. Ich habe mich allerdings etwas schwer damit getan, die Charaktere im Computerspiel zu verstehen. Die Stimmen sind recht undeutlich und man muss fein hinhören um sie genau zu verstehen.

Musikalisch geht es ziemlich einfallslos und unspektakulär zu. Detektivische Stücke hatte ich ja gar nicht erwartet, aber ich war schon davon ausgegangen, dass man dem Thema Computer(spiele) ein wenig Rechnung trägt. Etwa mit leicht phantastischen Stücken. Leider ist das nicht der Fall.

Der Drache ist ganz hübsch anzusehen und der Bezug zum PC ist dem Cover ebenfalls zu entnehmen. Doch so dramatisch wie die feuerspeiende Echse hier aussieht, ist die Story nicht im Entferntesten.

Fazit:  Ein solider Anfang, doch schon bald verzettelt sich die Handlung dank zweigleisiger „Ermittlungen“. Und woher dann plötzlich die Auflösung kommt, konnte ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen. Justus, Peter und Bob sollten -auch wenn es noch so aktuell und populär ist- die Finger von Fällen um PC(spiele) und / oder Internet lassen.

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