Bibi Blocksberg (105) – Die Hexenküche

Titel: Bibi Blocksberg (105) – Die Hexenküche / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Wilfried Herbst, Gisela Fritsch, Klaus Lochthove ua

Inhalt: Bibi und ihre Mitschüler sind enttäuscht: Der Bürgermeister hat die Zuschüsse für Klassenfahrten gestrichen und die nächste Reise muss ausfallen. Doch auf der „Neustädter Woche des guten Geschmacks“ kann man eine Reise gewinnen – als ersten Preis des Kochwettbewerbs. Ob Bibi, Moni und Marita den mit Gerichten aus ihrer Hexenküche ergattern können?


Eine heikle Sache, diese Folge. Es gibt nämlich schon ein paar Dinge, die ich bemängeln möchte. Beispielsweise diese Küchengeräte mit den kindischen Namen und lebendig gewordene Lebensmittel, die ebenfalls Namen tragen, die wohl wirklich nur Kinder amüsieren werden. Aber gut, die Serie ist ja in erster Linie auch an Kinder gerichtet. Also die Zähne zusammengebissen und lieber von den wirklich zahlreichen positiven Elementen geschwärmt 😉 Da wäre beispielsweise die Tatsache, dass mit Karla, dem Bürgermeister, Pichler, Mutter Blocksberg und Moni und Marita die seit Anfang an lieb gewonnenen Charaktere mit von der Partie sind. Da stellt sich gleich ein heimeligeres Gefühl ein als wenn ständig neue Junghexen aus dem Lautsprecher hexen. Dann wäre da noch die Aufhänger zur Story: der Bürgermeister kürzt einfach Gelder und schon muss ein Schulausflug ausfallen. So kennt man das Stadtoberhaupt seit je her und so wirkt es als Aufhänger absolut authentisch! Und natürlich ruft es Karla Kolumna auf den Plan, so dass auch für den einen oder anderen witzigen und bissigen Dialog gesorgt ist.Natürlich, das Ende ist vorhersehbar, aber Spaß macht die Geschichte dorthin allemal.

Lobenswert ist außerdem die Besetzung des französischen Kochs Bastien Bistro mit Patric Luc Doumeyrou. Da bekommt man doch tatsächlich einen französischen Akzent zu hören, den man dem Sprecher auch abkauft. Und auch wenn er Bastien ab und zu etwas überheblich klingen lässt, so wird er einem doch nie unsympathisch. Die Stamm-Sprecher sind mit dem gewohnten Engagement bei der Sache, und erneut ist mir aufgefallen, wie ähnlich Gabriele Streichhahn ihrer Vorgängerin Hallgerd Bruckhaus klingt.

Auch die Geräuschkulisse hat mir bei dieser Folge gefallen. Am Tisch klappert Geschirr, auf dem Marktplatz ist im Hintergrund Stimmengewirr zu hören und während der Kochaktion blubbert es verheißungsvoll aus den Töpfen. Wie man sieht, geht es also doch!

Als Krönung gibt es noch ein wirklich schönes Cover zu sehen. Bibi und ihre beiden „normalen“ Freundinnen im Einsatz in der Markthütte mit den ungewöhnlichen Kochgeräten. Das ist witzig anzuschauen und wirkt dynamisch.

Fazit:  Es ist eine Serie für Kinder. Ich sag‘ ja schon gar nichts mehr. Von einigen Details abgesehen jedenfalls mal wieder eine Folge mit allen liebgewonnenen Charakteren und mit viel Witz und Tohuwabohu. Da können mir die ganzen Junghexen und ständig neuen, komischen erwachsenen Hexen gestohlen bleiben. Gerne mehr von dieser Art Geschichte!

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