Kli Kla Klangbücher – Die große Wörterfabrik

Titel: Die große Wörterfabrik / Verlag: Headroom / Spielzeit: ca. 25 min / Buch: Agnes de Lestrade / gelesen von: Ulrich Noethen

Inhalt: Es gibt ein Land, in dem die Menschen fast gar nicht reden. In diesem sonderbaren Land muss man die Wörter kaufen und sie schlucken, um sie aussprechen zu können. Der kleine Paul braucht dringend Wörter, um der hübschen Marie sein Herz zu öffnen. Aber wie soll er das machen? Denn für all das, was er ihr gerne sagen würde, bräuchte er ein Vermögen.


Ein Bilderbuch als Hörbuch. Ich hatte ja schon so meine Zweifel als ich die CD ins Laufwerk schob. Denn viel Text haben Bilderbücher meistens nicht. Und ein Hörbuch „lebt“ vom Text…
Die Geschichte an sich hat mir wirklich sehr gut gefallen. Wenn man sich dieses Land vorstellt, wo jedes Wort Geld kostet, dann wird einem schon klar, wieviel man eigentlich redet. Würde man das immer noch tun, wenn man für jedes Wort zahlen müsste? Für wie viele und welche Worte würde man dann überhaupt etwas bezahlen? Paul jedenfalls hat kaum Worte. Dabei möchte er Marie doch so gerne sagen, wie sehr er sie mag! Schließlich stellt sich zum Glück heraus, dass er dafür gar keinen Sack Worte braucht. Es reichen die paar, die er hat um Marie zu beeindrucken und ihr seine Gefühle zu offenbaren. Und wieder wird einem beim Hören klar, wie sinn- und nutzlos viele Worte sind, die man täglich in benutzt. Je nach Situation würden ein paar wohl völlig reichen. Und ganz speziell in der Liebe braucht es keine 1000 Worte! Das beweist Pauls und Maries Geschichte ganz klar!

Ulrich Noethen liest dieses Hörbuch mit angenehm warmer Stimme und bewusst langsam, so dass die ganz jungen Hörer gut folgen können. Damit habe ich manchmal so meine Probleme, aber hier hat es mir gefallen. Denn so kommt eine ganz besondere und wunderschöne Atmosphäre auf.

Für die durchgängige musikalische Untermalung zeichnet sich Komponist  Henrik Albrecht verantwortlich. Eine handvoll klassischer Instrumente wie Flöte, Violine und Kontrabass sorgen für eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Begleitung des gelesenen Textes. Und auch Geräusche sind dann und wann zu hören, die gut zu der Geschichte passen und bestimmte Elemente veranschaulichen.

Das Covermotiv zeigt Pauls großen Moment. Ein schönes und sehr goldiges Bild, das den Stil des Bilderbuchs übernimmt.

Fazit:  Ich hatte meine Bedenken, aber mein erstes „Kli Kla Klangbuch“ hat mir gefallen. Eine wunderschöne Geschichte, die einen Nachdenken lässt. Und die klar macht, dass es insbesondere in der Liebe nicht viele und große Worte braucht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: